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Bewirkt Mietpreisbremse das Gegenteil?

Die Regierungsparteien haben sich im September auf die Eckpunkte der sogenannten Mietpreisbremse geeinigt. Damit will die Große Koalition eine Explosion der Mietpreise in Ballungszentren, wo Wohnraum traditionell knapp und entsprechend teuer ist, verhindern. Im Kern soll mit der Mietpreisbremse, die in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres in Kraft treten soll, verhindert werden, dass der Preis bei neuen Mietverträgen um mehr als zehn Prozent der ortsüblichen Miete liegen. Doch bevor die Mietpreisbremse tatsächlich greift, befürchten Experten zunächst einen drastischen Anstieg der Mieten.

Darum könnten die Mieten im Vorfeld steigen

Als einen Grund für die kurzfristig mögliche Steigerung der Mieten, nennt Kai Warnecke, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Haus & Grund: Vermieter haben unter Umständen Angst, dass sie die Mieten zunächst einmal nicht mehr anheben können, sobald das Gesetz in Kraft getreten ist. Michael Voigtländer aus dem Institut der deutschen Wirtschaft mit Sitz in Köln pflichtet ihm bei: "Die Ankündigung der Mietpreisbremse wird dazu führen, dass Vermieter bis zur Umsetzung des Gesetzes die Mieten im Falle von Neuverträgen noch einmal besonders stark erhöhen werden". Voigtländer geht außerdem davon aus, dass die Vermieter verstärkt Staffelverträge anbieten werden, sobald das Gesetz in Kraft ist.

Das sieht der Gesetzesentwurf vor:

Nachdem die Vermieter die Höhe der Miete bei jeder neuen Vermietung neu festlegen können, soll dies in gefragten Wohnlagen künftig nur noch bis zu einem Betrag erlaubt sein, der maximal um zehn Prozent über der üblichen Miete liegt. Die Gebiete, in welchen knappe Wohnungsmärkte vorliegen, sollen von den Ländern festgelegt werden. Die entsprechenden Kriterien müssen allerdings noch definiert werden. Ausnahmen soll es allerdings für Wohnungen geben, die erstvermietet werden oder vor der neuen Vermietung umfangreich modernisiert wurden. Sofern der Mietvertrag über die Vermittlung eines Maklers zustande kommen, soll der Vermieter künftig die Kosten dafür tragen müssen.

September 2014


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