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Sollte man eine Erbschaft in Immobilien investieren?

Sie konnten eine Erbschaft antreten und fragen sich nun, wie das Geld am besten und rentabelsten angelegt werden kann? „Leg es in Immobilien an. Am besten in vermietete, das ist immer sicher“, werden Sie nun von allen Seiten hören.

Doch stimmt diese alte Regel immer noch?

Laut einer Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft allenfalls zu einem geringen Teil. Die Experten raten Menschen, bei der Investition in Immobilien genau zu rechnen und das Objekt äußerst sorgfältig auszuwählen. Besonders problematisch kann es werden, wenn das gesamte Erbe in den Kauf der Immobilie fließt, darüber hinaus aber noch ein Teil des Kaufpreises für das neue Objekt finanziert werden muss. Hier die wichtigsten Tipps und Warnhinweise der Immobilienprofis.

Zunächst einmal gilt: Die Erträge von Immobilien sind in den meisten Fällen relativ bescheiden, zumindest wenn man sie in Relation zu der investierten Summe setzt. Allerdings kommt auf diese Feststellung gleich von vielen Menschen der Einwand, dass die Immobilie in der Zukunft in ihrem Wert steigen werde. Das mag bis vor einigen Jahren auch gestimmt haben, heute ist es allerdings nicht mehr so einfach. Mittlerweile haben andere Investmentformen den Immobilien gar den Rang abgelaufen, bieten bessere Renditen bei gleicher oder sogar erhöhter Sicherheit.

Insbesondere die Finanzierung macht vielen Experten Kummer. Es liegt auf der Hand: Ein Erbe, der finanziell durch die Erbschaft eigentlich besser gestellt sein sollte als zuvor, investiert das gesamte Kapital als Eigenanteil in die Immobilie und finanziert den Rest. Er halst sich somit einen Berg Verpflichtungen und natürlich auch Risiken auf. Es wird daher empfohlen, auf keinen Fall den üblichen Weg mit einem Annuitätendarlehen zu gehen, sondern die Tilgung durch Indexfonds vorzunehmen. Dabei werden besonders Indexfonds auf Weltaktien empfohlen, wie es sie zum Beispiel mit Hilfe des MSCI World gibt. Hierbei handelt es sich um den Marktführer für passive Indexfonds, der in Relation zur Investitionssumme ein Portfolio aus bis zu mehreren Tausend Positionen zusammenstellt, auf die dann jeweils nur kleine Beträge entfallen. So kann das Risiko wirkungsvoll diversifiziert werden. Da macht es auch nichts aus, wenn die eine oder andere Aktie im Portfolio einmal abstürzt.

Fazit

Als Privatanleger muss man sich darüber bewusst ein, beim Kauf einer Immobilie mit dem Kapital aus einer Erbschaft mehr oder weniger alles auf eine Karte zu setzen. Hinzu kommt das Problem, dass steigende Objektwerte heute längst nicht mehr garantiert werden können. Da gilt es, das Objekt so sorgfältig wie möglich auszuwählen. Idealerweise sollten dazu echte Experten zurate gezogen werden, die sich mit der Entwicklung von Lagen und Infrastrukturen auskennen und so eine realistische Prognose zur Objektentwicklung abgeben können. Das gilt übrigens sowohl für vermietete als auch für selbstgenutzte Immobilien.

Oktober 2014


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