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Pilotprojekt: Länger in den eigenen vier Wänden leben

Die Entscheidung fällt vielen Senioren nicht leicht, denn eigentlich möchten sie nicht in ein Altersheim gehen, sondern möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben können. Verhindert wird das von der Tatsache, dass in den vergangenen Jahrzehnten nur wenig Augenmerk auf eine seniorengerechte Bauweise gelegt wurde. Wie Senioren trotz leichter Gebrechen in ihrer Wohnung bleiben können, zeigt das Projekt Ambient Assisted Living. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Musterwohnung erstellt, die seit Ende 2014 im Berliner Bezirk Marzahn besichtigt werden kann.

Wie wird eine Wohnung altersgerecht?

Vor allem Senioren, die unter Gebrechen oder einer eingeschränkten Mobilität leiden, machen Stolperfallen, fehlende Haltegriffe und das Fehlen von Warnsystemen im Falle eines Sturzes zu schaffen. Um Immobilien seniorengerecht auszustatten, hat das Bundesforschungsministerium einen Etat von 125 Millionen Euro bereitgestellt, um Innovationen in diesem Bereich zu fördern. Denn schon 2030 werden in Deutschland 22 Millionen Menschen leben, die älter als 65 Jahre sind, so eine Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes.

Intelligente Systeme

Nicht nur die Barrierefreiheit ist ein wichtiges Kriterium, damit sich Senioren ein Stück Eigenständigkeit bewahren können. Auch intelligente Systeme können ihren Alltag erheblich erleichtern. Dazu gehören beispielsweise Generalschalter, die neben dem Bett und an leicht erreichbaren Stellen, etwa im Flur, angebracht sind. Mit diesen lassen sich alle wichtigen Geräte ein- und ausschalten. Weil die Schalter miteinander verbunden sind, können Pflegedienst oder Angehörige verständigt werden, sobald das System eine Abweichung zum Normalzustand feststellt.

Als wahre Lebensretter können sich Lichtleisten im Fußboden erweisen, die sich beispielsweise aktivieren, wenn nachts die Toilette aufgesucht wird. Denn etwa 40.000 Hochbetagte sterben alljährlich in Deutschland an den Folgen eines Sturzes. Und die meisten dieser Unfälle ereignen sich eben während des nächtlichen Toilettengangs.

Darüber hinaus sind in der Musterwohnung an allen wichtigen Stellen Sensoren eingebaut. Schiebetüren können sich dadurch von selbst öffnen, wenn die Bewohner auf die Tür zu treten. Darüber hinaus ist im Küchenschrank ein kleiner Fahrstuhl eingebaut, sodass das Geschirr auch im Sitzen eingeräumt werden kann. Auch die Kleiderschränke sind in der Musterwohnung, die von Tiago da Silva, Geschäftsführer der Orthopädie Technik Berlin, gestaltet wurde, mit entsprechenden technischen Features bestückt. Denn: „Jeder Mensch möchte selbstbestimmt leben, auch im Alter oder mit einer Behinderung. Er sucht nach Möglichkeiten der Erleichterung. Diese Möglichkeiten zeigen wir hier.“

Februar 2015


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