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Darum sind Wohnungen in Berlin knapp

Die Bundeshauptstadt Berlin hat nichts an Attraktivität verloren - nicht umsonst ziehen alljährlich rund 40.000 Menschen nach Berlin. Doch für sie wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Denn gebaut wird viel zu wenig, und auch die Tatsache, dass zahlreiche Altbauten zur Sanierung anstehen, trägt zusätzlich zur Verknappung bei.

Zahl der Baugenehmigungen steigt.

Zwar steigt die Zahl der Baugenehmigungen in Berlin seit einigen Jahren signifikant an, auf mehr als 12.000 genehmigte Wohnungen im Jahr 2013. Jedoch ist fraglich, wann diese Projekte verwirklicht werden. Denn fertiggestellt wurden 2013 nur knapp über 6.000 Wohnungen, also etwa zwei Drittel der Anzahl von Baugenehmigungen aus dem Vorjahr. Dieser Trend zeigt sich seit etwa einem Jahrzehnt, wenn auch mit niedrigeren Zahlen.

Darum entspannt sich der Berliner Wohnungsmarkt nicht

Warum trotz einer mittlerweile regen Bautätigkeit die Preise trotzdem weiter steigen, hat einen einfachen Grund, wie der Makler Wulff Aengevelt erklärt: Sowohl die Zahl der Einwohner als auch der Privathaushalte steigt weiter an. Das ohnehin unzureichende Wohnungsangebot werde nicht durch Neubauten ausgeglichen, weshalb die Mieten weiter steigen.

Als weiteren Grund für die Wohnungsknappheit nennt Aengevelt die Tatsache, dass Berlin über einen hohen Anteil an Altbau-Wohnungen verfügt. So seien mehr als 510.000 Wohnungen in Berlin vor 1919 errichtet worden. Als Faustregel gilt, dass jährlich etwa 0,3 Prozent des Wohnungsbestandes saniert werden müssen. Das sind in Berlin mit rund 1,89 Millionen Wohnungen alljährlich circa 5.100 Wohnungen, die wegen Sanierungsmaßnahmen dem Wohnungsmarkt nicht zur Verfügung stehen.

Damit die Wohnungen bezahlbar bleiben

Nach den Zahlen des Forschungsinstituts Empirica müssten alljährlich etwa 7.250 Wohnungen neu gebaut werden, allein um den zusätzlichen Bedarf an Wohnungen aus. Allerdings sollten die Investoren künftig darauf achten, nicht nur Wohnungen im Luxussegment anzubieten, wie es aktuell bei den meisten Bauprojekten der Fall sei.

Denn ohnehin liegen die Mieten in Berlin im Vergleich zu anderen deutschen Städten auf einem relativ hohen Niveau. Etwa seit 2012 ist außerdem eine Teuerung in nahezu allen Lagen zu verzeichnen. Dennoch gibt es innerhalb der Stadtgrenzen erhebliche Unterschiede. Während in gefragten Bezirken wie Charlottenburg, Mitte, Kreuzberg, Friedrichshain, Wilmersdorf und Prenzlauer Berg im gehobenen Segment mit einer Kaltmiete von 15 bis 18 Euro je Quadratmeter zu rechnen ist, beträgt die Nettokaltmiete je Quadratmeter in Randlagen wie Marzahn-Hellersdorf oder Spandau zwischen fünf und 8,80 Euro pro Quadratmeter.

April 2015


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