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Darum ist die Versicherung für Ferienhäuser teurer

Warum nicht Urlaub in den eigenen vier Wänden machen? Diese Überlegung machen viele Familien, wenn die Planung für den Jahresurlaub ansteht und für alle Familienmitglieder klar ist, dass sie ein bekanntes Reiseziel ansteuern. Doch selbst wenn die angehenden Investoren ein günstiges Ferienhäuschen finden, sollten sie vor dem Kauf die Folgekosten im Auge haben. Denn für Ferienhäuser müssen die Eigentümer für die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung üblicherweise ein Vielfaches der Prämien von ständig bewohnten Häusern bezahlen. Bei der Wohngebäudeversicherung ist der Preis etwa doppelt so hoch, bei der Hausrat liegt der Tarif für Ferienhäuser etwa zehnmal so hoch wie für Wohnimmobilien. Das hat folgende Gründe:

"Wochenend- und Ferienhäuser haben ein deutlich erhöhtes Risiko", sagt Rolf Mertens, bei der Ergo-Versicherungsgruppe Leiter es Privatkundengeschäfts für Haftpflicht- und Sachversicherungen. Denn: "Schäden am Gebäude werden womöglich erst nach Tagen oder Wochen entdeckt", was wiederum zu sehr hohen Folgeschäden führen. Der Experte nennt eine typische Situation: "Weht zum Beispiel ein Sturm Ziegel vom Dach und Regen dringt ein, kann ein großer Wasserschaden in der Folge entstehen, wenn dies nicht sofort bemerkt wird."

Einbrecher werden angelockt

Ein hoher Leerstand bedeute darüber hinaus ein höheres Risiko, dass eingebrochen wird. Denn die Einbrecher können sich in Ruhe nach Wertsachen umsehen und müssen nicht damit rechnen, auf frischer Tat ertappt zu werden. Auch diese Gefahr schlage sich in höheren Prämien nieder. Trotzdem können die Immobilienbesitzer nicht auf eine Hausratversicherung verzichten, weil sie auch das Ferienhaus oft mit wertvollen Einrichtungsgegenständen ausstatten.

Lassen sich die Prämien senken?

Zwar können die Besitzer von Ferienhäusern dazu beitragen, das Risiko zu minimieren. Beispielsweise dadurch, dass sie einen Nachbarn darum bitten, regelmäßig ein Auge auf das Haus zu werfen oder indem sie die Immobilie in den Zeiten, in welchen sie nicht selbst genutzt wird, an andere Feriengäste zu vermieten. Doch auch das ist keine Gewähr dafür, dass nicht doch ein Schaden entstehen könnte.

Die sinnvollste Methode, um günstigere Prämien zu bezahlen, besteht darin, auf wertvollen Hausrat zu verzichten und so die Versicherungssumme zu senken. Wie umfangreich der Versicherungsschutz gestaltet wird, sollte aber in jedem Fall mit dem Versicherer abgesprochen werden. Denn die Versicherungssumme sollte in jedem Fall den realen Wert des Hausrates entsprechen, weil sonst zum entstandenen Schaden auch noch ein finanzieller Verlust kommen könnte.

Juni 2015


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