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Senioren-WG: eine Alternative zum Pflegeheim

Weil ältere Menschen zwar weiterhin selbstbestimmt, aber keinesfalls alleine leben wollen, bevorzugen sie das Leben in einer Senioren-WG. Dieser Schritt muss allerdings gut vorbereitet sein. Schließlich sollen nicht nur die baulichen Voraussetzungen passen, sondern auch die Chemie zwischen den Mitbewohnern stimmen.

Das Altersheim - keine schöne Perspektive?

"Viele Menschen haben den Wunsch, im Alter möglichst selbstbestimmt zu leben und in einer häuslichen Umgebung zu bleiben", so Gabriele Thomaßen, die bei der Deutschen Krankenversicherung als Pflegeexpertin tätig ist. Denn selbst wenn die kleinen Dinge des Alltags viel Kraft und Zeit kosten, stellt das Altersheim keine Alternative für Senioren dar. Sie bevorzugen alternative Wohnprojekte wie beispielsweise Wohngemeinschaften. Eine aktuelle Umfrage des Portals ImmobilienScout24 hat ergeben, dass sich 48 Prozent aller Deutschen die Senioren-WG im Alter gut vorstellen können.

Der größte Vorteil: die gemeinsame Organisation

Der große Vorteil einer Senioren-WG besteht darin, dass die Mitbewohner nach ihrem individuellen Tagesrhythmus leben und alltägliche Aufgaben gemeinsam meistern. Durch dieses Miteinander beugen die WG-Bewohner auch der Einsamkeit vor, unter der viele Senioren leiden. Und auch finanziell bringt die Senioren-WG Vorteile: So können die Bewohner gemeinsam eine Haushaltshilfe anstellen oder den ambulanten Pflegedienst gemeinsam organisieren - was für den einzelnen vielleicht nicht finanzierbar wäre.

So lassen sich die Mitbewohner finden

Wer sich rechtzeitig um das Leben in einer Senioren-WG kümmert, kann beispielsweise dem Vorbild von Bremens früherem Oberbürgermeister Henning Scherf folgen und zusammen mit Freunden die Organisation der Senioren-WG in Angriff nehmen. Aber auch im Internet gibt es mittlerweile Portale wie etwa senioren-wg-finden.de, durch welche sich eine WG oder Mitbewohner finden lassen.

Worauf ist bei der Immobilie zu achten?

Das Haus oder die Wohnung, die von einer Senioren-WG bezogen wird, sollte in jedem Fall für seniorengerechtes Wohnen ausgestattet sein. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Barrierefreiheit. Zudem sollte in der Nähe eine gute Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten oder kulturelle Einrichtungen, aber auch eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz gegeben sein.

Schon im Vorfeld sollte geklärt sein, welche Aufgaben die Bewohner der Senioren-WG selbst übernehmen wollen und was gegebenenfalls von einer Haushaltshilfe oder dem ambulanten Pflegedienst übernommen werden soll. Wichtige Entscheidungen werden von der Wohngruppe der Senioren-WG üblicherweise gemeinsam getroffen.

Diesem Trend trägt auch die Bauindustrie Rechnung. Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, hält Holzfertighäuser aus moderner Fertigung als optimal für Senioren-WGs. Hier sei es problemlos möglich, mehrere separate Zimmer mit einem großen Gemeinschaftsbereich und einer behindertengerechten Ausstattung zu verwirklichen.

September 2015


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