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Lohnt sich eine Fußbodenheizung?

Vor allem Bauherren, die einen Neubau planen oder eine bestehende Immobilie sanieren wollen, müssen ein besonderes Augenmerk auf die Heizung richten. Sie haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten entweder mit Heizkörpern oder mit einer Fußbodenheizung zu beheizen, einer Variante, für die sich immer mehr Bauherren entscheiden.

Kostet die Fußbodenheizung mehr als eine Radiatorheizung?

Wie die Freie Universität Berlin im Rahmen einer Studie für den Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen herausgefunden hat, ist eine Fußbodenheizung nicht automatisch mit höheren Kosten verbunden. Denn Arbeits- und Materialkosten sind nahezu identisch mit dem Einbau von Radialheizungen. Sofern eine Fußbodenheizung mit Mehrkosten verbunden ist, sollte sich der Bauherr erkundigen, wie diese zustande kommen. Der Grund für höhere Kosten liegt meist darin, dass die Dämmung aufwändiger gestaltet werden muss.

Der Einbau der Fußbodenheizung

Zwar nimmt der Heizkessel für eine Radiatorheizung sehr viel Platz weg, dafür ist der Einbau jedoch mit einem äußerst geringen Aufwand verbunden. Ähnliches gilt auch für die Fußbodenheizung, zumindest bei Neubauten. Hier wird zunächst eine Wärme- und Trittschalldämmung auf dem Rohbeton verlegt, auf den die Leitungen für die Fußbodenheizung verlegt werden. Erst dann wird der Estrich aufgebracht.

Wird hingegen ein Altbau mit einer Fußbodenheizung nachgerüstet, ist dies mit einem wesentlich höheren Aufwand verbunden. Um die Fußbodenheizung zu verlegen müssen entweder Kanäle in den Boden gefräst werden oder der Aufbau des Bodens muss erhöht werden. Will der Bauherr wirklich auf eine Radiatorheizung verzichten, empfiehlt sich in diesem Fall eher der Einbau einer Wandheizung. Birgit Holfert von der Verbraucherzentrale Energieberatung empfiehlt, diese Entscheidung sorgfältig abzuwägen. Denn auch die Art des Bodenbelags spielt eine Rolle. Bauherren, die einen Fußboden aus Holz oder Kork verlegen wollen, müssen beispielsweise auch bei der Auswahl der Fußbodenheizung darauf Rücksicht nehmen und eine spezielle Heizung kaufen.

Radiator- und Fußbodenheizung zu vermischen, empfiehlt sich hingegen nicht. Denn diese Variante ist nicht nur ineffizient, sondern bietet auch schlechte Möglichkeiten, um die Temperatur zu kontrollieren.

Die Wartung der Fußbodenheizung

Bei einem ordnungsgemäßen Betrieb haben die Kunststoffrohre der Fußbodenheizung eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren. Weil die Fußbodenheizung nur mit relativ niedrigen Temperaturen und bei vergleichsweise geringem Druck betrieben wird, hält sich der alterungsbedingte Verschleiß in Grenzen. Allerdings sollten sich die Bauherren für ein Material entscheiden, in welches kein Sauerstoff hinein diffundieren kann. Dadurch kann es nämlich schon nach wenigen Jahren zu einer Verschlammung kommen, sodass die Rohre ausgetauscht werden müssen.

Wie effizient arbeiten Fußbodenheizungen?

Fußbodenheizungen gelten als wesentlich effizienter als Radiatorheizungen. Vor allem in Neubauten, die mit Solarkollektoren oder einer Wärmpepumpe ausgestattet sind, stellt die Fußbodenheizung die bessere Alternative dar. Als Faustregel gilt, dass sich etwa zehn Prozent der Betriebskosten einsparen lassen.

November 2015


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