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Werden Investitionen in Immobilien riskanter?

So rasant wie aktuell sind die Preise für Wohnimmobilien seit dem Boom nach der deutsch-deutschen Vereinigung nicht mehr gestiegen. Befeuert werden hohe Immobilienpreise zudem durch den Flüchtlingsstrom aus der arabischen Welt und Südeuropa. Experten sehen jedoch bereits die ersten Alarmzeichen dafür, dass der Markt für Wohnimmobilien allmählich überhitzt. Commerzbank-Immobilien-Experte Marco Wagner sagt dazu: "Wem es bei den mittlerweile seit fünf Jahren kräftig steigenden Häuserpreisen langsam mulmig zumute wird, sollte seinem Bauchgefühl ruhig vertrauen." Zwar werde sich der Boom fortsetzen, jedoch würden Investitionen in Immobilien zunehmend riskanter.

"Für Frankfurt sehen wir schon leichte Übertreibungen, ebenso in Berlin und Hamburg", bestätigt Elias Hafner, Analyst der UBS. Bei einem weiteren Anziehen der Preise sieht er in diesen Städten mittelfristig die Gefahr von Preiskorrekturen.

Darum sind die Immobilien relativ teuer

Schon seit mehreren Jahren wird in Deutschland weniger gebaut, als Bedarf vorhanden wäre. Bundesweit dürften insgesamt etwa 800.000 Wohnungen fehlen. Fertiggestellt wurden 2015 lediglich 270.000 Wohnungen, während nach Meinung des Instituts der Deutschen Wirtschaft pro Jahr zwischen 400.000 und 450.000 neue Wohnungen notwendig wären. Allein auf die Flüchtlinge dürften davon etwa 100.000 Wohnungen entfallen. Als Grund für die verhaltene Bautätigkeit nennt das Institut für Deutsche Wirtschaft neben fehlenden Neubauflächen auch die steigenden Kosten.

Um dieses Problem zu lösen, erarbeitet die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Ländern eine Wohnbauoffensive. Unter anderem soll es im Rahmen dieser Maßnahme Steuererleichterungen von etwa vier Milliarden Euro geben, um den Wohnungsbau attraktiver zu machen.

Niedrige Zinsen befeuern die Nachfrage

Dass sich die Preisspirale immer schneller dreht - 2015 betrug die Teuerung nahezu fünf Prozent, also etwa den doppelten Wert des Vorjahres - liegt auch an der Niedrigzinspolitik, welche die Europäische Zentralbank seit der Finanzkrise 2009 verfolgt. "Die gestiegene Nachfrage und die sehr niedrigen Zinsen treiben die Immobilienpreise", sagt dazu Elias Hafner. Denn Wohnimmobilien ließen sich derzeit so günstig finanzieren wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. Dank der guten Konjunktur und einer Rekordhöhe bei der Zahl der Erwerbstätigen werde der Traum vom Wohnen im Eigenheim zudem für mehr Menschen realisierbar. Jedoch sind in den vergangenen fünf Jahren die Immobilienpreise schneller angestiegen als Mieten, wodurch die Renditen sinken. Das wird vor allem in den Großstädten sichtbar. Dort steigen die Preise für Häuser etwa um ein Drittel schneller als die Einkommen.

Februar 2016


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