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Immobilien: Die Mär von der Wertsteigerung

Hat sie tatsächlich Substanz? Oder ist es nur eine große Blase, die irgendwann zwangsläufig platzen muss? Die Rede ist von der vielversprochenen Wertsteigerung von Immobilien. Immer wieder werden Interessenten mit diesem Argument geködert. Doch was ist von den vollmundigen Versprechen zu halten?

Mit Prognosen ist man immer schnell dabei, wenn es darum geht, Menschen den Kauf einer Immobilie schmackhaft zu machen. Doch lassen sich diese wirklich als Basis für eine Kaufentscheidung heranziehen? Experten bezweifeln dies sehr stark.

Zur Einordnung: Gerade in beliebten Großstädten und Ballungsgebieten explodieren die Immobilienpreise seit einiger Zeit geradezu. Kaufpreise, die das 30- bis 35-Fache der Jahreskaltmiete betragen, sind keine Seltenheit mehr. Max Herbst, Fachmann für Immobilienfinanzierungen der FMH Finanzberatung, betont in diesem Zusammenhang, dass Käufer einen solch horrend hohen Preis nie mehr wieder hereinholen könnten. Daran seien auch die hohen Kaufneben- und Verwaltungskosten schuld.

Daher raten Experten dazu, Eigentum nicht unter dem alleinigen Gesichtspunkt einer Wertsteigerung zu erwerben. Zum aktuellen Zeitpunkt kann niemand zuverlässig voraussagen, wie die Lage in fünf oder zehn Jahren aussieht und ob Immobilienbesitzer diesbezüglich noch die Chance haben, ihr Objekt zu einem vernünftigen Preis zu verkaufen. Interessenten sollten stattdessen die Eigennutzung und den Aspekt der Altersvorsorge im Zusammengang mit dem Erwerb einer Immobilie in den Vordergrund stellen. Diesbezüglich gilt: Fallen Zins und Tilgung für ein Immobiliendarlehen genauso hoch aus wie die aktuell gezahlte Miete, kann sich der Käufer im Laufe der Zeit einen Vermögenswert in Form des Eigentums aufbauen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Zinsen möglichst lange im Voraus festgeschrieben werden können. Ansonsten kann es unter Umständen Probleme mit der Anschlussfinanzierung geben.

Des Weiteren empfehlen Experten, insbesondere auf die Lage einer anvisierten Immobilie möglichst großen Wert zu legen. Das gilt auch abseits der teuren Städte und Ballungsgebiete. Eine schöne Aussicht, die gut ausgebaute Infrastruktur – auf solche Faktoren sollten Interessenten beim Kauf einer Immobilie achten. Schließlich will man sich in seinem Zuhause wohlfühlen. Ein weiterer guter Weg: Die gekaufte Immobilie zunächst vermieten und mit den Einnahmen die Hypothek abtragen. Später, wenn die Immobilie schuldenfrei ist, kann sie dann als zusätzliche Finanzierungsquelle für den Altersruhestand genutzt werden, oder der Besitzer zieht einfach selbst ein.

Fazit: Fallen Sie nicht auf großspurige Versprechen von einem immensen Wertzuwachs herein. Legen Sie stattdessen den Fokus auf eine Immobilie von hohem und bleibendem Wert für Sie selbst. So können wirtschaftliche Schwankungen – egal welcher Art – Ihnen nichts anhaben.

April 2016


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