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Wann ist die richtige Jahreszeit für den Hausbau?

Die Bau-Saison beginnt traditionell im Frühling. Allerdings sollten sich die Bauherren sorgfältig überlegen, wann sie mit dem Hausbau beginnen. Denn jede Jahreszeit hat ihre ganz besonderen Tücken, wodurch der Neubau langfristig geschädigt werden kann – und viele Bauherren beginnen zur falschen Zeit mit dem Bau ihres Hauses. „Das Frühjahr ist die beliebteste Jahreszeit, um mit dem Neubau zu beginnen oder das Haus zu modernisieren“, so Arno Metzler, seines Zeichens Geschäftsführer des Verbandes Beratender Ingenieure. Der Grund: Die Bauherren wollen in der Regel das nächste Weihnachtsfest in den eigenen vier Wänden feiern. Doch ist der Frühling tatsächlich die beste Jahreszeit, um mit dem Hausbau zu beginnen? Diese Gefahren bergen die verschiedenen Jahreszeiten.

Der Frühling

Der Frühling gilt als ideale Zeit, um mit dem Bau zu beginnen. Meist ist der Rohbau dann bis Sommer fertiggestellt, sodass das Haus bis zum Winter abgedichtet und vor Schnee, Eis und Schmutz geschützt ist. Doch weil jeder im Frühling beginnen möchte, können die Fachkräfte in dieser Jahreszeit knapp werden – und erheblich mehr kosten.

Der Sommer

Für Bauherren, die erst im Sommer mit dem Bau beginnen, ist der Zeitdruck größer. Schließlich soll die Gebäudehülle noch vor dem Wintereinbruch fertig werden. Diese Eile kann jedoch auf Kosten der Qualiltät gehen. „Es ist zum Beispiel ganz wichtig, die notwendigen Trockenphasen einzuhalten. Und das braucht nun einmal seine Zeit“, sagt Alexander Lyssoudis, ein Vertreter der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau mit Sitz in München. Denn werden die Trockenphasen nicht eingehalten, kann es zur Schimmelbildung kommen oder möglicherweise hält der Estrich nicht. Ein weiterer Nachteil dieser Jahreszeit besteht darin, dass der Beton speziell behandelt werden muss. Ansonsten besteht die Gefahr, dass er zu schnell austrocknet.

Der Herbst

Andreas May, ein Vertreter des Bauherren Schutzbundes in Berlin, sagt: „Im Prinzip ist der Herbst die beste Jahreszeit zum Hausbau.“ Der Grund: Falls Rohbau sowie Dach vor dem Winter fertiggestellt sind, kann das Haus dem Frost bestens trotzen, selbst wenn noch keine Fenster eingebaut sind. Es sei auch nicht nötig, eine zusätzliche Abdichtung einzubauen. Durch die kalte Luft werde das Gebäude nämlich gut ausgetrocknet.

Der Winter

Der Baubeginn im Winter ist mit einem großen Aufwand verbunden und zudem äußerst riskant. „Bei starkem Frost ist der Boden tief gefroren und ein Erdaushub nur schwer machbar“, erläutert Andreas May. Und auch das Wetter ist oft unkalkulierbar – vor allem, wenn sich der Winter dem Ende zuneigt. Die Folge: „Dann dauert eben alles viel länger, wenn morgens erst einmal die Baustelle von Eis und Schnee befreit und abends alles abgedeckt werden muss“, führt May aus.

Eine weitere Schwierigkeit besteht in der Kälteempfindlichkeit vieler Baumaterialien. Alexander Lyssoudis erklärt dazu: „Wassergebundene Baumaterialien sind für Temperaturen unter plus fünf Grad Celsius ungeeignet“ Dazu gehören Kleber, Silikone, Putz und Mörtel. Denn bei diesen Temperaturen verändert sich die Eigenschaft dieser Materialien. Im schlimmsten Fall können deshalb sogar Risse im Mauerwerk entstehen.

April 2017


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