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Wo lässt sich der Traum vom Wohnen in den eigenen vier Wänden noch verwirklichen?

Selbst Verbraucher mit einem durchschnittlichen Einkommen können sich den Traum vom Wohnen in den eigenen vier Wänden kaum noch verwirklichen, erst recht nicht, wenn sie im Umland einer Großstadt leben möchten. Selbst wer über ein monatliches Bruttoeinkommen von 4.000 Euro verfügt, hat mittlerweile nur noch eine begrenzte Auswahl.

Die meisten Verbraucher wünschen sich übrigens ein Einfamilienhaus, welches im Schnitt eine Wohnfläche von 146 Quadratmetern hat. Damit der Garten entsprechend gestaltet werden kann, sollte das Grundstück außerdem eine Fläche von mindestens 350 Quadratmetern haben, weil dadurch auch ein ausreichender Abstand zu den Nachbarn gewährleistet ist.

20 Prozent Eigenkapital sind Pflicht

Um keine Probleme mit der Finanzierung zu haben, sollte der Käufer in jedem Fall rund 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringen können. Und natürlich muss der Käufer auch langfristig in der Lage dazu sein, die Kreditraten – also Zins und Tilgung – zuverlässig aus seinem monatlichen Nettoeinkommen zu bestreiten. Mit einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro, was in etwa einem Nettolohn von 2.200 Euro entspricht, ist das allerdings kaum noch zu schaffen. Denn allein die Baukosten für ein Haus liegen durchschnittlich bei 225.900 Euro, hinzu kommt noch der Preis für das Grundstück.

Erst wenn das Haushaltseinkommen monatlich bei rund 4.000 Euro brutto liegt. Dieses Haushaltseinkommen lässt sich erzielen, wenn beide Partner arbeiten. Die Postbank hat für ihre Musterrechnung ein verfügbares Nettoeinkommen von 2.757 Euro monatlich beziehungsweise 33.081 Euro jährlich angesetzt, was dem Nettoeinkommen eines Familienvaters entspricht, der zwei Kinder hat und in der Steuerklasse 3 bei einem Bruttoeinkommen von 4.000 Euro eingestuft ist.

Wer eine Immobilie bauen oder kaufen möchte, muss darüber hinaus aber auch die Grunderwerbsteuer sowie die Nebenkosten für Kauf oder Bau mit einrechnen. Ausgegangen wird von einem Grunderwerbssteuersatz in Höhe von 3,5 Prozent, der in einigen Bundesländern aber höher angesetzt ist.

So sieht die Musterrechnung aus

In der Musterrechnung wird angenommen, dass 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital zur Verfügung stehen und ein Drittel des Nettoverdienstes für Zins und Tilgung aufgebracht werden kann. Dennoch ist das Ergebnis ernüchternd. Denn in 328 Städten und Landkreisen Deutschlands lässt sich das Einfamilienhaus unter diesen Voraussetzungen nicht auf seriöse Weise verwirklichen.

Das ist lediglich in 74 Städten und Landkreisen möglich, die jedoch allesamt weitab von den Ballungszentren liegen. Die Immobilienpreise liegen aktuell im Elbe-Elster-Kreis, im Kreis Prignitz sowie Spree-Neiße und in der Uckermarck am niedrigsten.

Die Musterrechnung wurde konservativ berechnet, es wurden für die Baufinanzierung ein Zinssatz von zwei Prozent sowie eine Tilgung in Höhe von drei Prozent zu Grunde gelegt. Allerdings liegen die monatlichen Raten bei vielen Banken aktuell niedriger. Darauf sollten Immobilienkäufer allerdings verzichten, wenn sie das Haus oder die Wohnung in einem überschaubaren Zeitrahmen abbezahlen wollen.

Juni 2017


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