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Deutsche Immobilien bei Investoren gefragt wie nie

Das Interesse der Investoren an deutschen Immobilien ist nach wie vor groß, was sich auch 2018 nicht ändern dürfte, weshalb auch weiterhin mit steigenden Preisen zu rechnen ist. Bei einigen Immobilienklassen ist der Markt sogar schon gewissermaßen leer gefegt.

Auch wenn immer wieder Warnungen laut werden, dass der Immobilienmarkt in Deutschland massiv Gefahr läuft, zu überhitzen, beeindruckt das Investoren nicht im Mindesten. So hatte der Immobilieninvestmentmarkt 2017 ein Volumen von knappen 73 Milliarden Euro, womit das zweitbeste Ergebnis überhaupt verzeichnet wurde. Experten prognostizieren auch für 2018 eine ungebrochene Nachfrage.

Wie die jüngsten Ergebnisse des EY-Trendbarometers zeigen, halten 94 Prozent jener 220 Entscheidungsträger aus der Investmentbranche den Standort Deutschland nach wie vor für attraktiv bis sehr attraktiv, obwohl die Preise für Wohnungen bereits stark angestiegen sind. Der Grund dafür liegt in den niedrigen Zinsen, denn nach Sicht der Investoren gibt es derzeit keine rentierlichen Alternativen zu Immobilie, denn an Kapital mangelt es den Investoren nicht. So kommentiert, Christian Schulz-Wulkow, der beim Beratungsunternehmen EY den Immobiliensektor im deutschsprachigen Raum leitet, die aktuelle Situation mit den Worten: „Momentan steht alles auf grün, und es wird auch weiter grün bleiben.“

Das Angebot wird zusehends knapper

Der großen Nachfrage steht jedoch ein zusehends knapper werdendes Angebot gegenüber. Deshalb richten die Investoren ihr Augenmerk zusehends auf andere als die bevorzugten Anlageklassen. Im Markt der Gewerbeimmobilien, der mit einem Umsatz von 57,4 Milliarden Euro nahezu das Rekordergebnis aus dem Jahr 2007 errichte, wurde bevorzugt in Logistikimmobilien investiert. Das teuerste Investment hatte das Portfolio mit einem Volumen von 2,2 Milliarden Euro erzielt. Nach wie vor sind aber reine Büroimmobilien bei Investoren am gefragtesten.

Am höchsten sind die Immobilienpreise übrigens in München, gefolgt von Frankfurt am Main, Hamburg Stuttgart. Die Bundeshauptstadt Berlin liegt im Ranking lediglich auf Platz zwölf, das benachbarte Potsdam auf Platz 15.

So ist die Entwicklung bei Wohnimmobilien

Ein ähnlicher Trend lässt sich bei Wohnimmobilien feststellen: Da Bestandswohnungen teuer und knapp, weshalb sich die Investoren verstärkt in sogenannte Projektentwicklungen ein, also in Wohnimmobilien, die noch nicht fertig gebaut sind. Auf derartige Vorhaben entfielen 29 Prozent der Wohninvestments. Nach Angaben des Immobiliendienstleisters sind auf diesen Bereich 4,1 Milliarden Euro geflossen, was gegenüber 2016 ein Plus von rund 25 Prozent bedeutet.

Die Preise steigen, die Renditen sinken

Die Folge dieses Ansturms auf Immobilien besteht darin, dass die Preise steigen, während die Renditen sinken. Vor allem der Run auf Entwicklungsgrundstücke in innerstädtischen Lagen hat dazu geführt, dass die Kaufpreise ein überzogenes Niveau erreicht haben.

Vor allem die Situation auf dem Wohnungsmarkt steht in der öffentlichen Diskussion. So ist beispielsweise im Sondierungspapier zwischen Union und SPD die Rede davon, dass während der gesamten Legislaturperiode 1,5 Neubau-Wohnungen mit öffentlicher Förderung frei finanziert werden sollen. Die Politik will in diesem Zusammenhang auch mehr Anreize zum Eigenerwerb schaffen und mehr Bauland ausweisen.

Besonders dramatisch ist die Entwicklung der Preise in Deutschlands Großstädten. Hier sieht die Bundesbank bereits jetzt ein Korrekturpotenzial von bis zu 30 Prozent. So hat sich etwa in München und Frankfurt seit 2009 verdoppelt.

„Wir erkennen, dass heute auch sehr konservative Investoren bereit sind, höhere Risiken einzugehen. Vor fünf Jahren war das nicht so“, wie Paul von Drygalski, einer der Autoren der Trendstudie. Dadurch steige seiner Meinung nach das Risiko auf dem Markt keinesfalls, sondern sinke sogar, sagt dessen Kollege Schulz-Wulkow. Der Grund: Langfristige Investoren würden bereits in einer frühen Phase in junge Projekte einsteigen.

Januar 2018


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