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Darum werden private Vermieter nur selten reich

Etwa 60 Prozent aller Mietwohnungen und Mietshäuser in Deutschland befinden sich in privatem Besitz. Dabei stammen die Vermieter nahezu aus allen Bevölkerungsschichten: Selbst Geringverdiener oder junge Menschen sind heute in der Lage, eine Wohnung oder ein Haus zu vermieten. Wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, beträgt die Zahl der Kleinvermieter aktuell deutschlandweit bei 3,9 Millionen, in deren Hand sich rund 15 Millionen Wohnungen befinden, so eine aktuelle Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft mit Sitz in Köln im Auftrag der Vereine Haus und Grund Düsseldorf und Köln durchgeführt hat.

Das wiederum bedeutet, dass den Kleinvermietern eine wichtige Rolle auf dem deutschen Wohnungsmarkt spielen. Als Kleinvermieter werden Haushalte bezeichnet, für welche das Vermieten nicht den Hauptberuf darstellt. Besonders groß ist die Zahl der privaten Vermieter in Baden-Württemberg, aber auch in den Regionen Köln, Bonn und Düsseldorf, wo mehr als zwei Drittel aller Mietwohnungen im Besitz von Eigentümergemeinschaften und Privatpersonen sind.

Nicht reich durch Vermieten

53 Prozent der Vermieter verdienen an ihren Mieteinkünften unter 5.000 Euro netto pro Jahr. Lediglich 20 Prozent aller Vermieter schaffen es laut der Studie, mehr als 10.000 Euro jährlich zu verdienen. Im Schnitt verdienen private Kleinvermieter vor Steuern lediglich rund 8.900 Euro pro Jahr durch ihre Mieteinnahmen. Dazu sagt Michael Voigtländer, Immobilienexperte des IW: „Das Bild des reichen Vermieters, der armen Mietern gegenübersteht, ist also eher die Ausnahme als die Regel.“ Denn sieben Prozent der privaten Vermieter bescheren ihre Investitionen sogar Verluste. Nichtsdestotrotz dürfte die Zahl an Kleinvermietern auch künftig wachsen. Als Hauptgründe sehen die Autoren der Studie neben der starken Konjunktur die niedrigen Zinsen sowie die ungebrochen starke Nachfrage nach Wohnraum. So sind in Städten wie Düsseldorf oder Köln sogar über zwei Drittel der vermieteten Wohnungen in privater Hand. In Baden-Württemberg gibt es übrigens die meisten privaten Vermieter, während der Anteil in Ostdeutschland am niedrigsten ist.

Regulierungen bereiten den Vermietern Schwierigkeiten

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass vor allem die Mietpreisbremse der Grund dafür ist, warum es immer schwieriger wird, mit einer Vermietung Rendite zu erwirtschaften. Auch zunehmende Regulierungen würden die Mieteinkünfte einschränken, wie Michael Voigtländer, der beim Kölner Institut für deutsche Wirtschaft das Kompetenzfeld Finanzmärkte und Immobilienmärkte leitet, sagt. „Bund und Länder müssen aufpassen, den Vermietern nicht zu viel aufzubürden“, lautet deshalb seine Warnung. Auch die Belastung durch energetische Sanierungen sei nicht zu unterschätzen. „Hier können leicht 50.000 Euro pro Einheit zusammenkommen, die nicht an die Mieter weitergegeben werden können“, so Voigtländer.

Privatvermieter: für den Mieter oft die bessere Wahl

Wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2015 in einer Studie feststellte, versuchen private Vermieter öfter, zwischen sich und dem Mieter eine gute Verbindung aufzubauen. Auch Mieterhöhungen seien bei ihnen seltener als bei institutionellen Vermietern. Oft findet diese sogar lediglich bei einem Wechsel des Mieters statt.

Februar 2018


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