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Deutsche Großstädte zu teuer für Großanleger?

Nachdem in den vergangenen Jahren ein stetiger Boom auf dem Immobilienmarkt zu beobachten war, investieren internationale Großanleger nun immer weniger in Deutschland. Das ändert aber nichts daran, dass die Preise und auch die Mieten in einigen Städten noch weiter steigen dürften.

Weltweit gilt der Immobilienmarkt in Deutschland als sicherer Hafen. Schließlich ist die Wirtschaft stark, es herrscht Rechtssicherheit und die politische Lage ist stabil. Darunter leiden allerdings Immobilienkäufer und Mieter, weil in verschiedenen Städten bereits jetzt eine große Wohnungsnot herrscht. Das bedeutet: Viele Menschen können es sich nicht leisten, Eigentum zu erwerben. Doch weil die Preise inzwischen auf einem äußerst hohen Niveau sind, suchen auch Großanleger mittlerweile nach Alternativen, wie eine Analyse der Beratungsgesellschaft PwC aufzeigt.

So seien die Investments in Immobilien zwischen Ende 2017 und Ende 2018 auf 65 Milliarden Euro gesunken, was einem Minus von drei Milliarden Euro entspricht. Großanleger, die Wert auf Sicherheit legen, schätzen zwar Immobilien in deutschen Städten. Aber: „Dennoch werden Berlin, Frankfurt, Hamburg und München von vielen Investoren als überteuert angesehen“, wie Susanne Eikermann-Riepe, eine Partnerin bei PwC, sagt.

Befragt wurden für die Analyse über 800 Immobilien-Profis. Nahezu einhellig halten sie die Immobilienpreise in den Großstädten Deutschlands – wie auch in europäischen Metropolen – für zu hoch.

Mehr Kapital fließt nach Großbritannien

Einige Großanleger haben die Konsequenzen daraus gezogen und investieren lieber in Großbritannien. Dort hatten sie von Jahresende 2017 bis zum Schluss des dritten Quartals 2018 insgesamt 68 Milliarden Euro in Immobilien investiert. In Deutschland gibt es nach Meinung von Eikermann-Riepe zu wenige Zielobjekte, die zudem zu teuer seien. „Aus diesem Grund konnte Großbritannien trotz des bevorstehenden Brexit vorbeiziehen.“ Die Einschätzung der Großanleger hat in der Immobilienbranche insofern Gewicht, als beispielsweise 2017 mehr als 50 Prozent des Kapitals von ausländischen Investoren stammte.

Der Immobilienzyklus in einer späten Phase

Die Studie zeigt außerdem auf, dass sich der Immobilienzyklus, der in Deutschland inzwischen seit einem Jahrzehnt läuft, eine Spätphase erreicht hat. Schon mehrfach hatte etwa auch die Bundesbank davor gewarnt, dass es in Ballungsräumen zu Preisübertreibungen komme. Die Überbewertungen sieht die Bundesbank bei bis zu 30 Prozent.

Jedoch macht sich laut der PwC-Studie auch der Brexit, der für 2019 geplant ist, in Deutschland bemerkbar. So seien die Investments in Immobilien etwa in Frankfurt rasant gestiegen. Dort wurden innerhalb eines Jahrs acht Milliarden Euro in Immobilien investiert, was ein Plus von 12,5 Prozent bedeutet. Vom Volumen her hat Frankfurt damit die Bundeshauptstadt Berlin bereits eingeholt.

Ein weiterer Preisanstieg in Frankfurt

Die Landesbank Helaba rechnet damit, dass mittelfristig die Zahl der Beschäftigten bei Banken wohl um mindestens 8.000 Arbeitnehmer steigen wird. Dazu würde auch beitragen, dass wegen des Brexit viele Banker von London nach Frankfurt ziehen würden. Deshalb erwartet die PwC, dass sich der Anstieg von Immobilienpreisen und Mieten fortsetzen wird.

Obwohl die Preise insgesamt hoch sind, gelten auch andere Großstädte in Deutschland noch als begehrt. Zu den Favoriten zählen neben Berlin und Frankfurt auch Hamburg sowie München.

November 2018

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