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Der Dezember – Hochkonjunktur für Einbrecher

Wer davon einmal betroffen war, den lässt es oft über viele Wochen nicht mehr los. Ein Einbruch in die eigenen vier Wände. Allein die Vorstellung, dass eine fremde Person sich in der Wohnung oder dem Haus aufgehalten und alles durchstöbert hat, ist mitunter ein größerer Schaden als der Verlust von Wertsachen und der Sachbeschädigung an Türen oder Fenstern.

Dabei besteht bei vielen Menschen bezüglich der Einbruchszeiten nach wie vor die Vorstellung, dass Einbrecher vor allem in der Nacht und bevorzugt in den sommerlichen Ferienzeiten anrücken. Doch die Statistik spricht eine andere Sprache. Tatsächlich steigen die Einbruchszahlen im August und September nur unwesentlich an. Auch die Uhrzeiten, zu denen Eingebrochen wird, fallen größtenteils nicht in die Nachtstunden, sondern vielmehr auf die späten Vormittagsstunden von 10 bis 13 Uhr. Der Rekordmonat für Wohnungseinbrüche ist zudem der Dezember. Rund 15 % aller in einem Jahr in der Bundesrepublik Deutschland verübten Einbrüche entfallen auf den Weihnachtsmonat.

Warum ist das so?

Die Beweggründe der Verbrecher, Einbrüche zu begehen, sind in aller Regel klar. Es geht um Bereicherung zum Schaden der Haus- und Wohnungseigentümer beziehungsweise der Mieter solcher Objekte. Es lässt sich zudem leicht ein Zusammenhang zwischen der steigenden Anzahl an Einbrüchen und den bevorstehenden Feiertagen konstruieren. So wie für die meisten Bürger bringen die Festtage zum Ende des Jahres auch für Einbrecher höhere Kosten mit sich.

Unabhängig vom Monat sind jedoch die Zeiten, zu denen eingebrochen wird. Mehr als 70 % aller Einbrüche erfolgen tagsüber, davon wiederum die meisten in den Vormittagsstunden. Berufsverbrecher beschäftigen sich aus naheliegenden Gründen mit den Gewohnheiten ihrer Opfer. Hier zeigt sich, dass in den späten Vormittagsstunden viele Wohnhäuser verwaist sind. Wer nicht bei der Arbeit ist, der beschäftigt sich zum Beispiel mit Einkaufen oder Behördengängen. Die ideale Gelegenheit für den Einbrecher, in aller Ruhe in das Objekt einzudringen und nachzusehen, was es zu holen gibt. Den Langfingern hilft hierbei auch die immer stärker zunehmende Anonymität der Gesellschaft. Nachbarschaftliche Kontakte beschränken sich auf ein Minimum. Das gilt für große Mietwohnungsgebäude genauso wie für die Einfamilienhaus-Siedlung in Stadtrandlage. Was den Einbrechern jedoch am meisten hilft, sind leicht zu überwindende Hindernisse an Türen und Fenstern.

Zeit ist Geld – gerade für Einbrecher

Während es in Mehrfamilienhäusern oder Wohnblocks meist die Türen sind, über die eingedrungen wird, sind es bei Einfamilienhäusern überwiegend die Fenster. Dabei genügt einem Profi schon ein etwas größerer Schraubendreher, um die Türfalle und das Schloss von Fenstern oder Türen auszuhebeln. Es ist nur wichtig zu wissen, wo das Werkzeug angesetzt werden muss, um die beste Hebelwirkung zu erzielen. Dann ist es nur eine Sache von ein paar Sekunden und es ist zudem nicht einmal übermäßig laut. Genau an diesen Schwachpunkten, den Türen und Fenstern, setzt eine vorbeugende Einbruchssicherung an.

Je länger ein Einbrecher Zeit benötigt, um eine Tür oder ein Fenster aufzubrechen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, entdeckt zu werden, weshalb das Vorhaben dann oft abgebrochen wird. In Mehrfamilienhäusern oder Mietwohnhäusern ziehen die Bewohner tagsüber beim Verlassen der Wohnung die Tür oft einfach nur hinter sich zu. Das macht es dem Einbrecher wirklich leicht. Da genügt schon ein entsprechendes Stück härterer Kunststoff, um die Tür zu öffnen. Durch das Verriegeln der Türfalle mit dem Schlüssel verdoppelt sich schon einmal der Einbruchsschutz. Noch besser ist eine innen angebrachte Querverriegelung, auch Panzerriegel genannt. Ein solches Querriegelschloss lässt sich nur mit sehr hoher Gewalt aufbrechen. In der Regel unternehmen Einbrecher an solchen Türen erst gar keinen Versuch, wenn sie das zusätzliche Schloss in der Mitte des Türblattes sehen.

An Fenstern bestehen mehrere Schwachpunkte, wobei gerade ältere Fensterflügel mit Beschlägen ausgestattet sind, die nur glatte Schließbolzen besitzen. Diese lassen sich gegen Pilzkopfbolzen austauschen, die ein Aushebeln verhindern. Abschließbare Fenstergriffe und Rollladensicherungen runden den Einbruchschutz ab und sorgen dafür, dass sich der Einbrecher sein „Weihnachtsgeld“ nicht bei Ihnen holt.

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Dezember 2018


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