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Studie: Mehr Wohnungen werden benötigt

Für das Verbändebündnis Wohnungsbau hat das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos eine Studie zum Thema Wohnungsbau in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse wurden Anfang Mai 2019 in Berlin auf dem elften Wohnungsbau-Tag vorgestellt. Obwohl deutschlandweit in den Jahren zwischen 2011 und 2017 mehr Wohnungen gebaut wurden, als in den Vorjahren, wird dennoch nach wie vor zu wenig gebaut, so das Ergebnis.

Das Verbändebündnis Wohnungsbau, dem neben verschiedenen Immobilienverbänden auch die IG BAU und der Deutsche Mieterbund angehören, kritisieren auf Basis dieser Studie insbesondere die Tatsache, dass das Ziel verfehlt werden wird 1,5 Millionen neue Wohnungen zu schaffen, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten nämlich pro Jahr 375.000 Wohnungen neu gebaut werden. 2017 entstanden jedoch lediglich 285.000 neue Wohnungen, also lediglich rund 75 Prozent des tatsächlichen Bedarfs. Noch gravierender ist die Situation im sozialen Wohnungsbau, wo 2017 lediglich ein Drittel des tatsächlichen Bedarfs, der bei rund 80.000 Wohnungen liegt, erreicht wurde. Die Zahl an zur Verfügung stehenden Sozialwohnungen ist also sogar noch gesunken.

Ein Problem: die Wohnungsmärkte sind angespannt

Vor allem der Geschosswohnungsbau ist in den vergangen Jahren gestiegen. Und das aus gutem Grund: Die Baukosten steigen, während die Reserven an Flächen für den Wohnungsbau knapper werden. Das wiederum führt dazu, dass sich die Situation auf den Wohnungsmärkten zunehmend anspannt.

Bemerkenswert ist außerdem, dass die Fläche der neu gebauten Wohnungen immer geringer wird. So ist die durchschnittliche Wohnfläche bei neu gebauten Wohnungen um elf Quadratmeter zurückgegangen.

Die Preise für Bauland steigen immer weiter

Wie die Experten der Prognos AG feststellten, ist vor allem in den Metropolen des Landes die Bautätigkeit zu gering. Als Grund dafür sehen die Vertreter des Verbändebündnisses Wohnungsbau die Tatsache, dass sich die Preise für Bauland explosionsartig nach oben bewegt haben. So hat sich in Großstädten wie Berlin, München und Hamburg der Quadratmeterpreis für Bauland innerhalb von sechs Jahren auf einen Durchschnittswert von 1120 Euro nahezu verdoppelt.

Das führt dazu, dass Menschen zunehmend ins Umland der großen Städte ziehen, weshalb die Verbände fordern, dass der öffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut werden soll.

Ist eine neue Baustrategie notwendig?

Des weiteren fehlt es nach dem Dafürhalten der Verbände an Fachpersonal, was die Genehmigungsverfahren zusätzlich verzögere. Mehr Personal sei also dringend erforderlich.

Nach Meinung des Bundesinnenministeriums sind die Bundesländer für diesen Mangel verantwortlich. Denn nach der Föderalismusreform, die im Jahr 2006 erfolgt ist, hätten die Länder dem Thema Wohnung nicht die entsprechende Bedeutung beigemessen. Denn wie Marco Wanderwitz, der im Bundesinnenministerium als Staatssekretär für das Thema Bauen verantwortlich ist, sei es mit dem Neubau von Wohnungen bei weitem noch nicht getan. Im Blick müsse man seiner Meinung nach auch den Leerstand im ländlichen Raum im Auge behalten, der sich in einer Größenordnung von zwei Millionen Wohnungen bewegt.

Laut der Prognos-Studie ist der Miet- und Wohnungsmarkt insbesondere in Ostdeutschland weiter rückläufig. Diese Regionen müssten also gestärkt werden.

Mai 2019


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