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Februar 2011/2

Google Streetview: Fluch oder Segen für die Immobilienbranche?

Wer wenig Internet-affin ist, wird es vielleicht noch gar nicht mitbekommen haben. Der Suchmaschinenriese Google ist seit einiger Zeit mit speziell präparieren Kameraautos unterwegs, um detaillierte Scans von deutschen Städten und Regionen anzufertigen. Die dadurch gewonnen Aufnahmen werden anschließend im Internet veröffentlicht, wo sie der geneigte Leser schließlich für seine ganz persönlichen Zwecke nutzen kann.

Wie könnte eine solche Nutzung nun aussehen?

Vielfältige Szenarien sind dabei denkbar. Nehmen wir zum Beispiel den Urlauber, der sich gerne vorab von seinem Reiseziel in Deutschland ein Bild verschaffen möchte. Er kann sich mittels Streetview nicht nur das Hotel oder die Pension von außen ansehen, sondern auch die gesamte Umgebung. So kann es zukünftig gang und gäbe sein, sich zunächst den Urlaubsort virtuell anzuschauen, bevor man den Urlaub überhaut bucht.

Aber auch andere Einsatzzwecke sind denkbar, und damit schlagen wir nun eine Brücke zur Immobilienbranche. Auch hier können sich potentielle Interessenten das anvisierte Objekt und seine Umgebung zunächst am heimischen PC ansehen, bevor ein realer Besichtigungstermin ansteht. Dies kommt insbesondere denjenigen zugute, die ein Objekt suchen, das nicht in direkter Nähe zum jetzigen Wohnort liegt. Wer beispielsweise in Hamburg lebt und nach München umziehen möchte bzw. muss, wird um diese neue, extrem zeitsparende Möglichkeit froh sein.

Allerdings wird auch vielfach Kritik am neuen Dienst von Google laut. So bemängeln viele Immobilienbesitzer, dass es Dieben und Einbrechern durch Streeview viel einfacher gemacht wird, potentiell lohnende Objekte auszuspionieren. Aus diesem Grund (und wegen dem wachsenden Druck in der Öffentlichkeit) bietet Google mittlerweile an, auf ausdrücklichen Wunsch des Eigentümers die betreffende Immobile durch eine grobe Verpixelung weitgehend unkenntlich zu machen. Auch Autos und Personen, die auf öffentlicher Straße zu erkennen sind, können so anonymisiert werden. Ob das ausreicht, um die Kritiker dauerhaft ruhigzustellen, wird sich noch zeigen. Fakt ist aber auch: Anbieter von Immobilien in weniger schöner Umgebung werden es wohl in Zukunft beim Verkauf noch schwerer haben, falls sich der neue Google Dienst durchsetzen sollte.

Fazit: Keiner kann zum heutigen Zeitpunkt zuverlässig voraussagen, in welche Richtung sich Streetview entwickeln wird. Selbst der Suchmaschinenriese möchte zunächst abwarten, wie der neue Dienst von der Nutzern angenommen wird, bevor man weitere Schritte diesbezüglich plant. Das Motto lautet also: Abwarten und Tee trinken! Ab März 2011 sollen die Streetview-Autos übrigens wieder in ganz Deutschland unterwegs sein.


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