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Februar 2011/4

Wie geht es weiter mit der Hypo Real Estate?

Die Hypo Real Estate (HRE) ist im Zuge der Immobilienkrise in Deutschland über die Grenzen hinaus als so genannte „Krisenbank“ bekannt geworden. Als probates Lösungsmittel zur Rettung des Kreditinstitutes und des gesamten Ansehens der deutschen Branche der gewerblichen Immobilienfinanzierer vollzog man schließlich die Verstaatlichung der Bank.

Es steht jedoch die Frage offen, was letztendlich dabei herausgekommen ist. Hat die Hypo Real Estate damit wieder eine Zukunftsperspektive?

Nach neuesten Untersuchungen von Experten wohl eher nicht. Der Tenor: Die Bank hätte keine wirtschaftliche Perspektive, auch nach der Verstaatlichung nicht. Das Ganze zieht sogar noch weitaus größere Kreise. Ein speziell gebildetes Expertengremium der deutschen Bundesregierung rät sogar dazu, das in die Schlagzeilen geratene Kreditinstitut komplett zu schließen.

Doch auch damit noch nicht genug. Die Gutachter, welche das Expertengremium bilden, rieten in diesem Zusammenhang auch zur Überprüfung anderer, ähnlicher Kreditinstitute. So solle beispielsweise die ebenfalls in die Schlagzeilen geratene WestLB im gleichen Zuge gründlich überprüft werden. Der Grund dafür: Die Experten nehmen nach eingehenden Untersuchungen an, dass auch der Hypo Real Estate ähnliche Kreditinstitute keine volkswirtschaftlich unentbehrlichen Leistungen mehr erbringen. Im Zweifel würde der Bund durch die Abwicklung solcher Kreditinstitute die wirtschaftlichere Entscheidung treffen, als wenn sie weiterhin bestehen bleiben.

Kurz gesagt bedeutet dies: Nach Ansicht der Experten arbeiten die gewerblichen Immobilienfinanzierer des Bundes nicht mehr profitabel und gehören deshalb geschlossen.

Die Bundesregierung erwägt allerdings bislang, das verstaatlichte Kreditinstitut nach der Phase des „Aufpäppelns“ wieder an private Investoren zu verkaufen. Auch dies dürfte allerdings nach Ansicht der Gutachter äußerst schwer werden. Die einzige Chance sehen die Experten darin, einzelne Teile der Bank abzuspalten und separat zu verkaufen. Nur dann ließe sich mit einer Abwicklung des Kreditinstitutes Gewinn erzielen. Der Fall bleibt also weiterhin spannend.


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