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Mai 2011/06

Studie: Die Zahl und Höhe der Erbschaften in Deutschland steigt kontinuierlich

Die Immobilienbranche darf sich freuen: Eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes hat ergeben, dass die Zahl der Immobilienkäufe und -verkäufe in Zukunft deutlich steigen wird. Höhere Umsätze sind daher allenthalben zu erwarten.

Ein Grund für diese Entwicklung ist nach Angaben der Experten der Anstieg der Erbschaftsfälle in Deutschland. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Deutschen nicht nur immer älter, sondern auch immer reicher werden. In den nächsten Jahren ist eine große Welle an Wechseln der Besitzverhältnisse von Immobilien zu erwarten, bedingt durch einen bedeutenden Generationenwechsel. Betrachtet man das Gesamtvolumen des vererbten Vermögens in Deutschland innerhalb der letzten zehn Jahre, stellt man einen Anstieg um mehr als 40 Prozent fest. In Zahlen ausgedrückt: Wurden im Jahr 2000 noch insgesamt 142 Milliarden Euro vererbt, waren es 2010 schon satte 223 Milliarden Euro. Für die nächsten zehn Jahre wird nochmals ein Anstieg um über 100 Milliarden Euro erwartet.

Über 60 Prozent aller Erben rechnen nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes mit einer Immobilie als Bestandteil ihres Erbes. Grundstücke, Häuser und Wohnungen werden also in Zukunft wesentlich öfter ihren Besitzer wechseln. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt wesentlich häufiger erben als Männer. Genauer gesagt: 35 Prozent aller Frauen dürfen sich im Laufe ihres Lebens über eine Erbschaft freuen, bei den Männern sind es lediglich 29 Prozent.

Auch ein Ost-West-Gefälle lässt sich bei den Erbschaften ganz deutlich beobachten. In Ostdeutschland beträgt das Volumen von fast zwei Dritteln aller Erbschaften weniger als 25.000 Euro, im Westen machen diese geringwertigen Erbschaften nur rund 45 Prozent aller Fälle aus. Das andere Extrem: 19 Prozent aller Erbschaften übersteigen in Westdeutschland die Grenze von 100.000 Euro.

Die Immobilenbranche reibt sich angesichts dieser rosigen Zukunftsaussichten die Hände. Sind doch für die nächsten Jahre immens steigende Umsätze in diesem Bereich zu erwarten. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich das Ganze auf das Preisgefüge für Immobilien in Deutschland auswirken wird. Schließlich ist zu erwarten, dass eine große Zahl der Erben versucht, die betreffenden Objekte umgehend zu Geld zu machen. Dadurch könnte sich ein Preisgefälle infolge des Überangebots an Immobilien auf dem Markt ergeben. Ob das der Immobilienbranche immer noch so gut schmeckt? In ein paar Jahren sind wir schlauer.


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