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Juni 2011/02

Der Schornsteinfeger wird schon wieder teurer

Nicht jeder freut sich über den Schornsteinfeger und sieht diesen immer noch als Glücksbringer an. Insbesondere Immobilien-Eigentümer durften in den letzten Jahren immer wieder schmerzlich erfahren, wie teuer die Dienstleistungen des „schwarzen Mannes“ sind. So wurden erst im Jahr 2010 die Honorare für Schornsteinfeger in Deutschland um ein ganzes Stück angehoben.

Doch damit nicht genug: Es gibt konkrete Planungen, dass die Dienstleistungen des Schornsteinfegers noch in diesem Jahr erneut teurer werden sollen. Ausschlaggebend dafür sind laut Experten vor allem die strengeren Klimavorgaben sowie höhere Pauschalkosten für die Fahrten zum Kunden.

Der Großteil der neu entstehenden Kosten ist also wieder einmal auf politische Entscheidungen zurückzuführen. Damit die Bundesregierung ihre angestrebten Energiesparziele in der vorgegebenen Zeit erreicht, dürfte davon auszugehen sein, dass insbesondere die Kohlenmonoxid-Messungen bei allen Heizanlagen in Deutschland zukünftig in kürzeren Abständen - zum Beispiel einmal im Jahr - durchgeführt werden müssen. Damit soll erreicht werden, dass jede Heizung optimal eingestellt ist und somit weniger Schadstoffe ausstößt. Ob das gelingt, ist nach Meinung von Experten allerdings fraglich. Die meisten Heizsysteme arbeiten heute selbstständig im optimalen Bereich und müssen nicht mehr umständlich per Hand eingestellt werden.

Auf ebenso wenig Gegenliebe dürfte die grundsätzliche Erhöhung der Fahrtkostenpauschale eines Schornsteinfegers stoßen. Man begründet dies vor allem mit den immens gestiegenen Kosten für den Kraftstoff der Fahrzeuge. Insbesondere in Städten könnte die Fahrtkostenpauschale schon bald um zirka ein Drittel angehoben werden.

Leise Töne schlagen übrigens die Schornsteinfeger selbst an. Der Sprecher des Bundesverbandes des Schornsteinfeger-Handwerks bestätigte, dass eine Preiserhöhung in den Augen des Verbandes grundsätzlich nicht notwendig sei.

Erwartungsgemäß Sturm laufen die Eigentümerverbände sowie der Mieterbund in Deutschland gegen die geplanten Kostenerhöhungen. Laut Meinung der Verbände sind die Kosten für die Dienstleistung eine Schornsteinfegers in den letzten Jahren insbesondere durch die Einführung einer neuen, bundeseinheitlichen Kehr- und Überprüfungsordnung bereits immens gestiegen. Weitere Kostenerhöhungen könnten Eigentümern und Mietern nicht mehr zugemutet werden. Immerhin würden diese bereits durch die immer stärker ansteigenden Energiekosten sowie sonstige Nebenkosten so stark belastet werden, dass viele an ihre finanziellen Grenzen stießen.

Es bleibt also abzuwarten, ob die Politik ein Einsehen für die Belange der Immobilieneigentümer und Mieter hat. Große Hoffnungen sollte man sich darauf allerdings nicht machen. Schließlich gilt es hier, übergeordnete Ziele durchzusetzen - koste es, was es wolle.


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