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September 2011/04

Große Preisunterschiede beim Trinkwasser in Deutschland

Haus, Auto, Kleidung, Urlaub, Freunde – in unzähligen Dingen unterscheiden sich die Menschen teilweise extrem voneinander. Es zählen eben persönliche Vorlieben, Geschmäcker, familiäre Prägungen und vieles mehr.

Aber das Trinkwasser ist doch überall gleich!

Sollte man meinen – ist aber nicht so. Weder bei den Inhaltsstoffen (durch veränderliche Kalkanteile haben wir mancherorts härteres, mancherorts weicheres Wasser. Außerdem sorgen unterschiedlich alte und beschaffene Leitungen für wechselnde Nebenprodukte in unserem Trinkwasser), noch beim Preis. Gerade die Preisunterschiede sind für viele Verbraucher völlig unverständlich.

Hier das Extrembeispiel: Ein Haushalt in der bekannten Hansestadt Rostock mit einem angenommenen täglichen Frischwasserverbrauch von 500 Litern zahlt pro Jahr rund 535 Euro für dieses Wasser. Eigentlich noch recht günstig, so macht es den Eindruck. Aber jetzt kommt´s: Wohnt die gleiche Familie in Ingolstadt statt in Rostock, sinkt der Preis für die gleiche Wassermenge auf noch nicht einmal die Hälfte. Genauer gesagt: auf ca. 205 Euro. Okay, die Abwasserkosten sind hierbei nicht eingerechnet und können durchaus dazu beitragen, dass sich diese Ersparnis wieder ein wenig relativiert, trotzdem wird ein gehöriger Preisunterschied bleiben.

Schuld an dieser Misere sind die kommunalen Wasserwerke in Deutschland, welche weitgehend freie Hand bei der Gestaltung der Preise genießen. Und die dadurch hervorgerufenen Preisunterschiede werden sich schon in naher Zukunft noch vergrößern, so sind sich Experten durchweg einig.

Was bleibt dem Verbraucher angesichts dieser Entwicklung übrig?

Man sollte den Trinkwasserpreis als Kriterium mit in die persönliche Wohnortsuche einfließen lassen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Viele Menschen in Deutschland sind aufgrund familiärer Bindungen, wegen ihrem Arbeitsplatz oder einfach aus Heimatverbundenheit nicht bereit bzw. nicht in der Lage, sich einfach einen anderen Wohnort zu suchen. Außerdem ist es durchaus möglich, dass andere Kostenpositionen in den Wohnnebenkosten an einem Ort mit günstigen Trinkwasserpreisen entsprechend höher ausfallen, so dass sich eine Ersparnis damit wieder relativiert. Da bleibt nur: Augen bzw. Wasserhahn zu und durch!


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