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März 2012/01

Grand Hotel Heiligendamm meldet Insolvenz an

Einst Vorzeigeobjekt gehobener deutscher Hotellerie, musste das Grand Hotel Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern nun Insolvenz anmelden. Den meisten Deutschen dürfte das mondäne Hotel noch aus dem Jahr 2008 in Erinnerung sein, schließlich fand in diesem Jahr der G8-Weltwirtschaftsgipfel genau an diesem Ort statt. Damals riegelte die Polizei das Hotel kilometerweit ab, die Bilder gingen durch alle Medien der Welt.

Und nun das: Der sogenannte „Fundus Fonds 34“ der bekannten Fundus-Betreibergruppe ist nicht mehr in der Lage, die Zinsen und Tilgungsraten für die in Anspruch genommenen Kredite abzuzahlen. Hinter der Fundus-Betreibergruppe steht der bekannte Immobilien-Investor Anno-August Jagdfeld, dem noch zahlreiche weitere Vorzeigeobjekte in ganz Deutschland gehören, darunter beispielsweise auch das bekannte Adlon Hotel in Berlin.

Das Grand Hotel Heiligendamm gehörte zunächst zur bekannten Hotelgruppe Kempinski, wurde aber bereits im Jahr 1996 von der Fundus-Gruppe übernommen, die es nach erfolgreichem Wiederaufbau wiederum an Kempinski vermietete. Zur Finanzierung wählte man die Form eines geschlossenen Immobilienfonds, mit dessen Hilfe rund 130 Millionen Euro von Anlegern eingesammelt werden konnte, den offenen Restbetrag übernahmen dann mehrere Banken mit den entsprechenden Krediten.

Man wurde sich in den folgenden Jahren allerdings nicht über einen einheitlichen Weg in der Geschäftsführung einig, und so geschah es, dass im Jahr 2009 die Fundus-Gruppe allein das Zepter übernahm. Doch auch mit diesem Schritt gelang es nicht, den Hotelbetrieb dauerhaft profitabel zu machen. Experten bemängeln daher, dass Anleger von Anfang an keine Chance gehabt hätten, Profite aus Ihren Investments zu ziehen.

Ob das Hotel noch eine Zukunft hat, steht derzeit völlig in den Sternen. Glaubt man der Betreibergruppe, so sollen alle Gläubiger ihr Geld vollständig zurückbekommen, und auch die Gehälter der über 300 Mitarbeiter seien im Rahmen der Insolvenzregelung zunächst gesichert. Für die Anleger sieht es allerdings etwas schlechter aus. Durch den Verkaufserlös der Immobilie sollen zunächst einmal alle Verbindlichkeiten getilgt werden, erst dann können die Anleger darauf hoffen, etwas von ihren Einlagen zurückzuerhalten. Wie viel das sein wird, weiß allerdings momentan noch niemand.

Für Fundus-Chef Anno-August Jagdfeld ist an der Pleite übrigens keineswegs sein Unternehmen schuld, sondern vorrangig mehrere Behörden, die dem Hotelausbau und -betrieb immer wieder Steine in den Weg gelegt haben sollen.


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