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Januar 2013

Weniger Zwangsversteigerungen von Immobilien im Jahr 2012

Im Jahr 2012 wurden weniger Immobilien in Deutschland zwangsversteigert, als in den Jahren davor. Gleichzeitig nahm auch der durchschnittlich angesetzte Verkehrswert der Immobilien ab.

Das Ganze sieht in Zahlen ausgedrückt wie folgt aus: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 61.500 Immobilien in Deutschland zwangsversteigert. Das entspricht einem Rückgang von fast 11.500 Objekten, oder - in Prozent - einem Minus von 15,7 %. Diese Zahlen legte der Fachverlag Argetra, welcher auf Zwangsversteigerungen spezialisiert ist, kürzlich vor.

Wo liegen die Gründe für diese Entwicklung?

Experten gehen davon aus, dass die erhöhte Nachfrage nach privaten Immobilien sowie das niedrige Zinsniveau auf dem Immobiliensektor die vorrangigen Gründe für den Rückgang der Zwangsversteigerungen in Deutschland sind. Eine ganze Reihe von Immobilieneigentümern konnte durch diese Umstände eine Zwangsversteigerung noch abwenden und ihre Objekte auf dem freien Markt zu einem besseren Preis verkaufen.

Dass die meisten Zwangsversteigerungen nach wie vor im Osten der Bundesrepublik stattfinden, dürfte inzwischen niemanden mehr wirklich verwundern. Führendes Bundesland ist dabei Sachsen-Anhalt, im Durchschnitt gab es hier mehr als 300 Zwangsversteigerungen pro 100.000 Haushalte. Im Gegensatz dazu kam es in Bayern mit Abstand zu den wenigsten Zwangsversteigerungen, hier wurden noch nicht einmal ein Viertel der Objekte wie in Sachsen-Anhalt Opfer dieser letzten Maßnahme.

Betrachtet man die absoluten Zahlen, so führt Hamburg die Rangliste mit den wenigsten Zwangsversteigerungen in ganz Deutschland an. Im letzten Jahr wurden dort gerade einmal 249 Objekte zwangsversteigert, im Vergleich zu den Vorjahreszahlen entspricht das einem Rückgang von fast einem Viertel.

An diesen Zahlen wird das Ost-West-Gefälle in Deutschland wieder einmal mehr als deutlich. Während die westlichen Bundesländer, insbesondere Bayern sowie Baden-Württemberg und die größeren Städte im Norden der Republik durchschnittlich immer wohlhabender werden, brennt es im Osten an allen Ecken und Enden. Diese Entwicklung sollte nachdenklich stimmen.


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