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Für drei Millionen Anleger ist die Immobilie eine Nullnummer

Sie gelten seit jeher als Ausweg aus dem Dilemma: Immobilien. Auch wenn es auf das Tagesgeld kaum noch Zinsen gibt und die Wertpapieranlagen immer riskanter werden – Immobilien sind schon immer als sichere Bank bekannt. Das eigene Objekt schlägt der Inflation ein Schnippchen und sorgt nebenbei auch noch für eine sichere Altersvorsorge.

Oder vielleicht doch nicht?

Zumindest für vermietete Immobilien scheint die Aussage vom bombensicheren Investment längst nicht in jedem Fall zu gelten. Eine aktuelle Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) zeigt, dass rund sieben Millionen Eigentümer von vermieteten Immobilien mit ihren Objekten kein Geld verdienen. Und es kommt noch schlimmer: Rund 500.000 Immobilieneigentümer stecken jeden Monat Geld in ihre Objekte – sie machen also unter dem Strich dicke Verluste. Und dabei ist die Inflation noch nicht mit eingerechnet.

Befragt wurden im Rahmen der Studie des DIW ca. 11.000 Haushalte. Dabei kam heraus, dass die Bruttorendite bei einer vermieteten Immobilie im Schnitt bei gerade einmal 2,5 Prozent liegt. Damit sortieren sich die Immobilien sogar noch hinter diversen festverzinslichen Wertpapieren ein, die eine ebenso sichere Rendite bieten. Nur fünf Prozent der befragten Immobilienbesitzer konnten eine Bruttorendite von mehr als fünf Prozent erzielen.

Woran liegt es, dass Immobilien in der Studie als Renditebringer so schlecht abschneiden?

Laut Experten sind die Gründe vor allem in der Unerfahrenheit der Anleger zu suchen. So werden die Objekte nicht sorgfältig genug ausgesucht, Risiken werden vernachlässigt – insbesondere solche, die in Verbindung mit dem Wechsel von Mietern stehen, also beispielsweise die Kosten für die Sanierung der Wohnung nach dem Auszug eines Mieters.

Besonders viele unrentable Objekte befinden sich in Ostdeutschland. Hier waren es die (oft übertriebenen) steuerlichen Anreize, welche viele Anleger zum Kauf einer Immobilie mit anschließender Vermietung bewogen haben. Die Ernüchterung kam dann schon bald nach dem Kauf, und daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern.

Wo lohnt sich der Kauf von Immobilien zur Vermietung noch?

Angesichts der vorstehenden Informationen könnte man davon ausgehen, dass sich der Kauf von Objekten zur Vermietung grundsätzlich nicht mehr rentiere. Das stimmt allerdings so nicht. Wer sorgfältig vorgeht und sich die Lage des Objektes genau aussucht, kann mit vermieteten Immobilien durchaus noch gute Renditen einfahren. Eine repräsentative Studie hat ergeben, dass sich in gut einem Drittel aller Städte und Kreise in Deutschland die Prognose für Immobilien gut darstellt. Doch welche Städte und Kreise sind das?

Hier fällt das Augenmerk vor allem auf wirtschaftsstarke Regionen in Bayern und Baden-Württemberg, beispielsweise der Großraum München oder die Region Stuttgart. Aber auch das Rhein-Main-Gebiet sowie einzelne Städte wie Münster, Köln, Hannover und einige Teile Berlins bieten gute Aussichten auf positive Renditen.

Allerdings sollte die Entwicklung der Niedrigzinspolitik der EZB in diesem Zusammenhang im Auge behalten werden. Laut Experte führe diese zu einer Fehlentwicklung bei den Preisen für Wohneigentum, was in der Konsequenz wiederum zu einer Immobilienblase führen könne. Laut einer Analyse des Internetportals Immobilienscout24 wären davon insbesondere kleine und mittelgroße Städte betroffen.

September 2014


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