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Hausbau: der Staat als Kostentreiber

Dass Bauherren tief in die Tasche greifen müssen, wenn sie eine Immobilie bauen wollen, ist ja gemeinhin bekannt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass der Staat wohl der größte Preistreiber in den kommenden Jahren sein dürfte. Das ergab zumindest die Studie "Kostentreiber für den Wohnungsbau", die der Deutsche Mieterbund zusammen mit verschiedenen Verbänden aus der Immobilienbranche bei der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen in Auftrag gegeben hatte.

Diese stellte fest, dass sich der Bau eines Einfamilienhauses seit dem Jahr 2000 um 36 Prozent verteuert hat. Diese deutliche Verteuerung lag nur teilweise an den reinen Baupreisen, die in diesem Zeitraum um 27 Prozent gestiegen sind. Diese waren nämlich nur geringfügig höher als die Verbraucherpreise, die um lediglich 25 Prozent gestiegen waren.

Politische Entscheidungen als Preistreiber

"Bund und Länder haben einen großen Anteil an den Kostentreibern", so der Mitautor Timo Gniechwitz. Ein wesentlicher Grund für die drastisch höheren Kosten seien nämlich die staatlichen Auflagen, die für verschiedene Bereiche von Bau und Ausbau gelten. So hätten sich etwa Tischler- und Heizungsarbeiten sowie die Elektrik und Bäder von 456 Euro pro Quadratmeter auf 774 Euro pro Quadratmeter verteuert, was einem Plus von knappen 70 Prozent entspricht.

Weil im Zug der Energiewende zahlreiche neue Vorschriften - von der Dämmung der Fassade bis hin zur Isolierung der Fenster - erlassen wurde, haben sich gerade im energetischen Bereich die Baukosten erheblich verteuert. Werden die Auswirkungen der Energieeinsparverordnung mit eingerechnet, die ab 2016 greift, liege der Kostenzuwachs insgesamt bei mehr als 45 Prozent. Ob sich diese Mehrkosten, die etwa bei einer energetischen Sanierung ergeben, durch Einsparungen tatsächlich rechnen, stehe in den Sternen.

Die Zahl der Vorgaben steigt

In der Studie wird außerdem festgestellt, dass die Zahl der Vorschriften stark zugenommen habe. Beispielsweise seien die Anforderungen an Sturm- und Erdbebensicherheit stark gestiegen. Insgesamt würden sich die Mehrkosten pro Neubauwohnung, die durch kommunale Auflagen, ordnungsrechtliche Vorgaben, Gebühren und Änderungen im Steuerrecht entstehen, mehr als 24.000 Euro ausmachen.

Mai 2015


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