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Werden zu wenige Wohnungen gebaut? Mietsteigerungen drohen

Bislang sind Experten davon ausgegangen, dass die Bevölkerung in Deutschland insgesamt wohl schrumpfen wird, weshalb auch der Bedarf an Wohnraum sinkt. Dieser Einschätzung erteilt das Institut für Wirtschaftsforschung nun eine Absage. Denn der Zustrom von Flüchtlingen aus dem Jahr 2015 wirkt sich auch auf den Wohnungsmarkt aus. Die Folge: Werden nicht massiv neue Wohnungen gebaut, drohen Mietsteigerungen.

Diese Faktoren wurden untersucht

Das Institut für Wirtschaft hat in einer aktuellen Studie untersucht, inwieweit sich der Zustrom an Flüchtlingen auf den Wohnungsmarkt in Deutschland auswirkt. Die Experten nahmen dabei ein Zeitfenster bis ins Jahr 2020 unter die Lupe. Sie kamen zum Schluss, dass bis 2020 alljährlich zwischen 402.000 und 447.000 Wohnungen neu gebaut werden müssten. Diese relativ große Bandbreite ergibt sich aus verschiedenen Unsicherheitsfaktoren. Beispielsweise wisse man nicht, wie viele Familienmitglieder der Flüchtlinge tatsächlich auch nach Deutschland reisen werden.

Bundesregierung ermittelt niedrigeren Wert

Das Institut für Wirtschaftsforschung geht damit von einem deutlich höheren Bedarf aus als die Bundesregierung. So habe Bundesbauministerin Barbara Hendricks lediglich von zusätzlichen 350.000 Wohneinheiten gesprochen, die notwendig seien. Jedoch sei nach Meinung des Instituts für Wirtschaftsforschung auch unabhängig vom aktuellen Flüchtlingsstrom zu wenig gebaut worden. Das Institut bezifferte den Minderbestand in den Jahren zwischen 2010 und 2014 auf etwa 310.000 Wohnungen. Sollten Bund und Länder nicht rasch darauf reagieren und den Wohnungsbau ankurbeln, droht ein noch stärkerer Anstieg der Mietpreise, warnen die Forscher.

Das fordert das Institut für Wirtschaftsforschung

Um dieses Szenario zu vermeiden, fordern die Experten eine rasche Ankurbelung des Bauwesens, im Vergleich zu 2014 sollte die Bautätigkeit um 75 Prozent wachsen. Allerdings hinke die Bautätigkeit vor allem in Ballungsräumen bereits jetzt hinter der Nachfrage her. Als Grund nennen die Kölner Experten einen Mangel an Neubauflächen. Diese sollten jedoch nicht nur in Ballungsräumen, sondern auch im Umland entstehen. Dafür sei es aber dringend notwendig, dass die Verkehrsinfrastruktur verbessert wird. Immobilien

Januar 2016


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