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Trotz Bauboom: die Wohnungsnot wächst

Die Bautätigkeit in Deutschlands Großstädten befindet sich auf einem Rekordhoch, jedoch wirkt sich das keinesfalls positiv auf die Preisentwicklung aus. Im Gegenteil steigen die Preise sogar ständig weiter an – selbst Anleger haben mittlerweile bereits Probleme, passende Objekte zu finden. Die teuersten Städte sind übrigens München, Frankfurt am Main, Lörrach und Stuttgart sowie nahezu der gesamte Großraum München.

Zwar vermeldet das Statistische Bundesamt einen wachsenden Bestand am Wohnungen. So Sei der Bestand 2014 im Vergleich zu 2010 um 1,4 Prozent auf rund 41 Millionen Wohnungen angewachsen. Doch weil es keine aktuelleren Zahlen gibt, lässt sich aus der offiziellen Statistik nicht direkt ablesen, wie sich der aktuelle Bauboom wohl auswirkt. Erst im Dezember 2016 vermeldeten die Statistiker, dass zwischen Januar und Oktober der Neubau von insgesamt 308.700 Wohnungen genehmigt worden war – so viel wie seit den 1990er Jahren nicht mehr.

Viele können sich kein Wohneigentum leisten

Diese Tatsache sorgt allerdings keinesfalls für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. Der Grund: In ländlichen Regionen wächst der Leerstand kontinuierlich an, in Regionen und Städten mit einer hohen Nachfrage, geht der Leerstand hingegen immer weiter zurück. So stehen laut Statistischem Bundesamt in Sachsen 13,8 Prozent der Wohnungen leer, während es in Hamburg nur 4,4 Prozent sind. Allerdings spiegelt diese Zahl die Realität nicht wieder. Enthalten sind hier nämlich auch Wohnungen, die komplett unbewohnbar oder nicht marktfähig sind. So errechneten die Marktforscher der beiden Immobiliendienstleister CBRE und Empirica für Hamburg gar nur eine Leerstandsquote von 0,6 Prozent.

Wer es sich leisten kann, versucht erst gar nicht zu mieten, sondern gleich eine Wohnung zu kaufen. Dies war dank großer Erbschaften und niedrigen Zinsen auch bis vor Kurzem noch gang und gäbe. Nachdem einige Jahre lang die Eigentumsquote stetig angestiegen ist, scheint sich dieser Trend nun zu wenden. Denn der Anteil an Wohnungen, die vom Eigentümer selbst bewohnt werden, lag 2014 mit 45,5 Prozent leicht unter dem Vergleichswert aus dem Jahr 2010. Deutlich wird allerdings: Wohneigentum ist für den breiten Mittelstand inzwischen unerreichbar geworden.

Mieten steigen langsamer als die Kaufpreise

Wie die aktuelle Statistik des Dienstleisters F+B zeigt, beträgt die Nettokaltmiete in München 16,32 Euro, in Frankfurt am Main 13,31 Euro und in Hamburg 11,43 Euro – bei steigender Tendenz in allen Städten. Besonders günstige Mietwohnungen gibt es dagegen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, wo die Kaltmiete im Schnitt bei nur 4,43 Euro liegt – ähnlich ist die Lage im sächsischen Vogtlandkreis.

Weil die Kaufpreise schneller steigen als die Mieten, warnen die Experten von F+B die Anleger: „In der aktuell günstigen Marktlage kommen Immobilien auf den Markt, die sehr schwer handelbar waren und nun aufgrund des Immobilienbooms Interessenten finden. Hier ist Vorsicht geboten.“ Denn die örtliche Einkommensentwicklung erlaubt oft keine höheren Mieten. Zudem werden die Folgekosten häufig unterschätzt. „Mängel oder Schäden an Gebäuden können maßgeblich zu Mietausfällen, hohen Bewirtschaftungskosten und hohem Betreuungsaufwand führen und den Wert senken.“

Bodenpreise zeigen Chancen aufgebaut

Für den aktuellen Marktreport ließ F+B auch die aktuellen Bodenpreise ermitteln. Hier ist jedoch nicht der Blick auf die teuersten oder besten Lagen interessant, sondern darauf, wie groß das Preisgefälle zu günstigeren Lagen am Stadtrand ist. Hier gilt: Je größer das Preisgefälle ist, umso besser sind die Investmentchancen. Denn nach und nach würden die Bürger aus dem teuren Zentrum in günstigere Lagen abwandern.

Dezember 2016


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