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Overspill-Effekt: Auch im Hinterland explodieren die Preise

Während die Immobilienpreise in den Großstädten schon seit Jahren massiv steigen, greift dieser Trend nun auch ins Hinterland über und betrifft auch kleinere Städte. Die Folge: Immer weniger Verbraucher können den Traum vom Leben in den eigenen vier Wänden verwirklichen.

Wie das Analysehaus Bulwiengesa feststellte, nimmt der Preisauftrieb für neu gebaute Wohnungen eine überraschende Wende. Denn die höchsten Preissteigerungen wurden in Städten, in welchen man es nicht erwarten würde, verzeichnet: Nämlich in Frankfurt an der Oder, Görlitz und Zwickau, also in mittelgroßen Städten. Dort verteuerten sich Immobilien im Vergleich zum Vorjahr um teilweise über 20 Prozent. Die Metropole Berlin landete mit einem Preisplus von 16,3 Prozent auf Rang fünf. Die nächste Großstadt folgt mit Frankfurt am Main auf Platz elf mit einem Plus von 14,6 Prozent.

Was die Ursachen für den Preisanstieg in kleineren Städten?

Nach Meinung von Immobilien-Experten ist der Grund für diese Entwicklung der sogenannte „Overspill-Effekt“. Das bedeutet: Sowohl Investoren als auch Selbstnutzer meiden zunehmend die überhitzten Märkte mit ihren hohen Preisen und weichen stattdessen ins Umland aus. Nach wie vor bleibt aber München mit einem Quadratmeterpreis von 7.800 Euro die teuerste Stadt für den Erstbezug. Hier folgt Stuttgart mit einem Quadratmeterpreis von 5.900 Euro auf Rang zwei.

Die Nachfrage kann nicht befriedigt werden

Obwohl die Nachfrage nach Immobilien 2017 sehr groß war, wurden in diesem Jahr weniger Wohnungen bewilligt als im Vorjahr – erstmals seit 2008. So war die Zahl an Genehmigung für Neubauten und Umbaumaßnahmen um 7,3 Prozent auf etwa 348.000 Bewilligungen gesunken, so das Statistische Bundesamt. Zwischen 2008 und 2016 war die Zahl der Bewilligungen hingegen alljährlich gestiegen.

Weil der Ansturm auf die Städte aber nach wie vor ungebrochen groß ist, hat dies zu einem rasanten Anstieg der Mieten geführt, weil die Wohnungen mancherorts bereits äußerst knapp sind. Allerdings hinkt die Baubranche der Nachfrage hinterher. So wurden 278.000 Wohnungen im Jahr 2016 neu gebaut, während Politik und Bauwirtschaft den tatsächlichen jährlichen Bedarf an Neubauten auf 350.000 bis 400.000 schätzen.

März 2018


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