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Machen steigende Mieten arm?

Dass die Mieten kontinuierlich steigen, nagt kräftig am Einkommen der Mieter. So lange diese im Berufsleben stehen, stellt das in aller Regel kein Problem dar. Wie Forscher sagen, droht Rentnern allerdings das Szenario, sich „arm zu wohnen“.

Jene Generation, die heute bereits in Rente ist, hatte noch den Vorteil, dass sie sich Eigentum leisten konnte. Das zeigt auch die Altersstatistik hinsichtlich des Wohneigentums: Mehr als 50 Prozent aller 50- bis 65jährigen wohnt in einer eigenen Wohnung oder einem Haus. Das stellt eine massive Entlastung dar, vor allem, wenn die Rente nur relativ knapp ist. Denn weil die Mieten kontinuierlich ansteigen, sind die Aussichten für Bürger, die heute um die 40 Jahre alt sind, alles andere als rosig.

Denn nach einer Berechnung des Penel-Instituts werden 40 Prozent aller Menschen, die heute zwischen 40 und 55 Jahre alt sind, eine monatliche Rente von weniger als 800 Euro bekommen. Die Betroffenen haben also deutlich weniger Geld zur Verfügung, während die Kosten für Miete, Heizung und sonstige Nebenkosten fix bleiben. Insbesondere in Großstädten könnte das zu einem Problem werden.

Wenn die Miete zur Belastung wird

Vielfach können die Betroffenen ihre Miete gerade noch zahlen, so lange sie im Berufsleben stehen. Später als Rentner müssen sie jedoch mit deutlich weniger Geld auskommen, sodass ihnen kaum noch etwas zum Leben bleibt, nachdem sie die Miete bezahlt haben. Das wiederum bedeutet, dass sie auf staatliche Unterstützung in Form der Grundsicherung angewiesen sind. Und das betrifft bei weitem nicht nur Geringverdiener.

Betroffen sind beispielsweise auch Akademiker, die lange studiert und somit erst relativ spät ins Berufsleben eingestiegen sind. Selbst Menschen mit einem mittleren Einkommen sind von der Altersarmut bedroht, wenn sie ins Rentenalter eintreten. Und diese Situation verschärft sich in den kommenden Jahren möglicherweise sogar noch.

Wenn Eigentum nicht mehr leistbar ist

Vor allem junge Menschen ziehen gerne in Ballungszentren und Großstädte, wo die Immobilienpreise inzwischen ein derart hohes Niveau erreicht haben, dass sich kaum noch jemand Wohneigentum leisten kann. Dass immer mehr Menschen als Singles leben, trägt ebenso dazu bei, dass Verbraucher unter 50 Jahren seltener Wohneigentum kaufen, so das Ergebnis einer Untersuchung der LBS Research. Hinzu kommt, dass Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen häufiger umziehen müssen, als es früher der Fall war. So hatten zu Beginn der 1990er Jahre noch 60 Prozent der 40- bis 49jährigen eine Immobilie gekauft, mittlerweile sind es lediglich noch 50 Prozent. Und auch immer weniger jüngere Menschen wohnen in einer eigenen Immobilie.

Und das, obwohl es heute deutlich günstigere Konditionen für Kredite gibt als vor 25 Jahren. Andererseits sind aber auch die Preise vor allem in gefragten Regionen regelrecht explodiert. In den Großstädten Hamburg, Dortmund und Frankfurt wohnen deshalb beispielsweise deutlich unter 30 Prozent der Menschen in einer eigenen Immobilie.

Was bringt das Baukindergeld?

Laut Expertenmeinung wird auch das Baukindergeld, das von der großen Koalition beschlossen wurde, wenig an der Situation ändern. Demnach erhalten Eltern, die eine Immobilie kaufen oder bauen, für einen Zeitraum von zehn Jahren je Kind 1.200 Euro pro Jahr. Das Pestel-Institut sieht das Baukindergeld jedoch eher als Familienförderung statt als Wohnungsbauförderung.

Die eigene Immobilie schützt zudem nicht in jedem Fall vor Altersarmut. Denn wer sein Haus oder seine Wohnung im Alter bewohnen möchte, muss auch dafür sorgen, dass die Immobilie dafür ausgelegt ist, was bedeutet, dass ein Umbau finanziert werden muss. Deshalb raten Experten, für die Altersvorsorge neben der eigenen Immobilie noch zusätzliche Rücklagen zu bilden.

Mai 2018


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