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Der Immobilienkauf: Neubau oder Altbau?

Weil es für angehende Immobilienbesitzer oft schwierig ist, ein Haus zu finden, das ihren Bedürfnissen und Wünschen voll und ganz entspricht, entscheiden sich viele Betroffene für einen Neubau. Hinsichtlich der Frage, ob es ein Neubau oder eine Bestandsimmobilie sein soll, ist der Preis nur einer von mehreren Faktoren. Denn bestehende Immobilien haben so manchen Vorteil gegenüber dem Neubau, auch wenn diese energieeffizienter sind und erste Mängel so schnell nicht auftreten dürften.

Welche Vorteile haben Bestandsimmobilien?

Wie Jorg Koschate, ein Vertreter der BHW Bausparkasse, erläutert, haben Bestandsimmobilien zwei wesentliche Vorteile: Infrastruktur und Lage sind bei älteren Objekten in vielen Fällen wesentlich attraktiver. Denn Neubauten werden an Stellen errichtet, an welchen ausreichend Platz vorhanden ist. Eine Infrastruktur ist unter Umständen nicht vorhanden. Darüber hinaus können Immobilienbesitzer bares Geld sparen, wenn sie sich für eine bestehende Immobilie entscheiden. Denn durchschnittlich kostet eine 70 Quadratmeter große Wohnung um 86.500 Euro weniger als ein Neubau in der gleichen Größenordnung. Dieses gesparte Geld könne dann beispielsweise in Sanierungsmaßnahmen investiert werden, so Koschate.

Wer sich für den Kauf einer Bestandsimmobilie interessiert, sollte allerdings vor dem Kauf darauf achten, ob eventuell Mängel vorliegen. Interessenten sollten die Immobilie also in jedem Fall die Besichtigung in Begleitung eines Architekten oder eines Gutachters durchführen.

Die Vor- und Nachteile eines Neubaus

Natürlich hat ein Neubau auch seine Vorteile. So haben die Bauherren ein gewisses Maß an Flexibilität, was Grundriss und Architektur des Gebäudes betrifft. Der Kreativität des Bauherrn werden lediglich durch den Bebauungsplan der jeweiligen Kommune Grenzen gesetzt. Abweichungen vom Bebauungsplan sind allerdings prinzipiell möglich, sofern diese vom Stadt- oder Gemeinderat abgesegnet wurden. Insbesondere wenn es um die Umsetzung von Energiestandards geht, haben die Bauherren aber in aller Regel völlig freie Hand und können ein einzigartiges Gebäude errichten. Hinzu kommt, dass die Bauherren jederzeit ein Mitspracherecht haben und auch während der Bauphase noch das eine oder andere Detail nach ihren Wünschen abändern können.

Demgegenüber stehen aber auch einige gravierende Nachteile. Weil die Projektträger oder die Besitzer eines Baugebietes möglichst viel Profit aus der Fläche erzielen wollen, ist die Bebauung meist äußerst eng. Die Bauherren haben also nur eine sehr kleine Grundstücksfläche, die sie nutzen können. Und natürlich können sie darauf auch nicht schalten und walten, wie sie wollen, um ihre Nachbarn nicht zu belästigen. Außerdem ist der Zeitaufwand für einen Neubau relativ groß. So gilt als Faustregel, dass allein für die Planungsphase ein Zeitraum von circa zwei Monaten einkalkuliert wird. Wenn der Umzug ins Eigenheim schnell gehen soll, ist ein Neubau also eine denkbar schlechte Alternative. Hinzu kommt, dass der Bauherr jede Menge Entscheidungen treffen muss. Das beginnt bei der Wahl der Baumaterialien, von welchen jedes seine spezifischen Vor- und Nachteile hat und endet noch lange nicht bei der Wahl für die Ausstattung der verschiedenen Räume. Der Bauherr muss sich also innerhalb kürzester Zeit in eine Vielzahl von neuen Themen einarbeiten, obwohl er vielleicht gar nicht die Zeit dafür hat.

Wann lohnt sich der Neubau?

Wenn die Unterschiede bezüglich des Preises, der Ausstattung und der Lage bei vergleichbaren Immobilien nur gering sind, ist der Neubau die sinnvollere Alternative. Insbesondere für Eigenheimbesitzer, die nicht allzu viel Arbeitszeit in den Erhalt ihrer Immobilie investieren möchten.

Juli 2018


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