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Dauert der Immobilien-Boom bis 2030 an?

Wie eine Studie der Postbank ergab, dürfte sich der Wert für Immobilien bis zum Jahr 2030 weiter steigern. In der Studie wurde festgestellt, dass in 220 von insgesamt 401 Landkreisen und Städten in Deutschland der Wert für das Wohneigentum bis zum Jahr 2030 weiter steigt. In 181 Regionen dürfte der Wert hingegen sinken.

An der Spitzenposition: die bayerische Landeshauptstadt

Laut dem jüngsten Wohnatlas, den die Postbank herausgegeben hat, dürfte sich der Immobilienwert allerdings regional höchst unterschiedlich entwickeln. Langfristig betrachtet können in jedem Fall Immobilienbesitzer in Ballungsräumen sowie in Süddeutschland mit einer Wertsteigerung rechnen. Bereits jetzt liegt die bayerische Landeshauptstadt München bezüglich des Quadratmeterpreises an der Spitze, und auch im Hinblick auf die weitere Wertentwicklung dürfte München an der Spitze liegen. So geht die Postbank davon aus, dass die Preise für Immobilien in München in den kommenden zwölf Jahren im Jahresschnitt um 1,5 Prozent steigen dürften. Jedoch sagt Eva Grunwald, die bei der Postbank als Bereichsleiterin für das Immobiliengeschäft Privatkunden tätig ist, dass die Preiskurve in den Großstädten allmählich und zunehmend abflacht. So stieg der Wert von Immobilien beispielsweise in München im Jahr 2017 noch um 8,6 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor.

Diese Entwicklung ist aber auch in der Bundeshauptstadt Berlin ersichtlich. Hier erwartet die Postbank bis 2030 lediglich ein Plus von 0,53 Prozent pro Jahr, womit Berlin unter allen Metropolen Deutschlands am schlechtesten abschneidet, nachdem 2017 noch ein Plus von 11,4 Prozent verzeichnet wurde.

Weil der Wohnraum knapp ist

Als Grund für die Preissteigerungen sieht die Postbank die Einwohnerzahlen, die unerwartet stark steigen würden, sodass es zu einer Verknappung des Wohnraums kommt. Nach Meinung der Experten liegt der Baubedarf bereits jetzt bei etwa 400.000 Wohnungen pro Jahr. Bis in die 2000er Jahre hinein war man nämlich davon ausgegangen, dass die deutsche Bevölkerung schrumpfen würde, weshalb auch der Wohnungsbau zurückgefahren wurde. Mittlerweile gibt es jedoch eine verstärkte Zuwanderung aus dem Ausland, während zugleich auch die Geburtenrate wieder angestiegen ist. Derzeit ist davon auszugehen, dass dieser Trend auch anhält. So geht das Statistische Bundesamt davon aus, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland erst ab 2030 langsam schrumpft.

Der Verlierer: Ostdeutschland

In den beiden südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern sowie in Schleswig-Holstein dürfte der Wert von Immobilien in den kommenden zwölf Jahren wachsen, während in zahlreichen Landkreisen der neuen Bundesländer Wertverluste zu verzeichnen sein dürften. Der Grund dafür liegt darin, dass die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland rückläufig ist. Lediglich in den Großstädten Berlin, Dresden und Leipzig dürfte der Wert von Immobilien weiter ansteigen.

Nicht nur auf den Wert der Immobilie kommt es an

Jedoch empfehlen die Experten der Postbank, dass Interessenten für den Kauf einer Wohnimmobilie nicht nur den Wert und die künftige Wertentwicklung im Auge haben sollten. Denn viel wichtiger sei der Wohlfühlfaktor, also die Lebensqualität in der eigenen Immobilie.

Februar 2019


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