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Juli 2011/05

Rückblick auf den Zensus 2011: Hektik, Chaos und falsche Mahnschreiben

Nun ist er durch, der Zensus. Diese ungeliebte Volkszählung in Deutschland (und in ganz Europa), die zuvor das letzte Mal in den Achtzigern stattfand. Und was hat er gebracht? Das bleibt abzuwarten, schließlich kann es noch Monate dauern, bis endlich alle Daten ausgewertet und aufbereitet sind.

Schon jetzt ist jedoch klar, dass einiges schiefgelaufen ist. Viele Bürger beklagten sich über chaotische Zustände bei der Terminvergabe und der Durchführung der Befragungen, auch fehlendes Hintergrundwissen der Interviewer sowie rüde Umgangstöne wurden vielfach kritisiert.

Doch es kommt noch besser: In einzelnen Regionen Deutschlands, zum Beispiel im Saarland, werden derzeit massenweise unberechtigte Mahnbriefe des Statistischen Bundesamtes versendet. Fast alle Bürger, die ein solches Mahnschreiben erhalten, haben ihre(n) Fragebogen innerhalb der vorgeschriebenen 14 Tage an das Amt zurückgesendet.

Wieso also diese unberechtigte Mahnaktion?

Das Statistische Bundesamt führt als mögliche Begründung auf, dass eine ganze Reihe von Bürgern nicht den dem Erhebungsbogen beigefügten Rücksendeumschlag benutzt habe. Weiterhin werden Verbraucher gerügt, die mehrere unterschiedliche Bögen in einem Rücksendeumschlag verschickt hätten. Dadurch würde ein erhöhter Verwaltungsaufwand entstehen, in dessen Verlauf es durchaus passieren könne, dass Mahnschreiben mit der Post versendet werden, bevor der Erhebungsbogen des betreffenden Bürgers ausgewertet werden konnte.

Die Betroffenen sind indes ratlos. Viele haben nach Eintreffen des Mahnschreibens versucht, telefonisch Kontakt mit dem Amt aufzunehmen, was dazu führte, dass die Telefonleitungen teilweise zusammengebrochen sind. Immerhin gab man zu, dass es „Schwierigkeiten bei der Zusendung nicht berechtigter Erinnerungsschreiben“ gegeben habe, die man bedauere. Die Telefonleitungen sollen mittlerweile wieder soweit hergestellt sein, dass sich Bürger mit offenen Fragen an die entsprechende Stelle wenden können. Einem Aufruf, das Ganze mittels aufklärender Schreiben an die Betroffenen aus der Welt zu schaffen, folgte man allerdings nicht.

Interessant ist indes, welche Kosten die ganze Aktion bis jetzt verursacht hat. Allein das Porto für die unberechtigten Mahnbriefe summiert sich auf über 30.000 Euro. Geld, das wie immer vom Steuerzahler kommt. Die Kosten für Papier und die dahinter stehende Arbeitsleistung wollen wir uns lieber nicht ansehen. Diesbezügliche Kritik blockt das Statistische Bundesamt allerdings rigoros ab – schließlich seien unter den Mahnschreiben auch viele berechtigte, die an Bundesbürger versendet wurden, die ihrer Informationspflicht bislang noch nicht nachkamen. Laut Aussagen von Experten sei dies aber nur ein verschwindend geringer Teil der angeschriebenen Bürger.


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