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Mai 2012/02

Zwangsversteigerungen: Der Trend zeigt nach unten

Die Anzahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien in Deutschland ist rückläufig. Dies ist insofern verwunderlich, da diese Zahl zuvor seit etlichen Jahren permanent anstieg. Zwar ist der Trend zu weniger Zwangsversteigerungen in Deutschland bis jetzt erst ein ganz zartes Pflänzchen, das aus dem Boden des Immobilienmarktes sprießt, Experten vermuten jedoch, dass der Trend auch im laufenden Jahr anhalten wird.

Werfen wir doch einmal einen Blick auf die genauen Zahlen: Von genau 50.407 Zwangsversteigerungen von Immobilien im Jahr 2009 in Deutschland sank deren Anzahl auf nur noch 49.961 im Jahr 2011. Das sind immerhin 446 Zwangsversteigerungen weniger, was einem Prozentsatz von 0,88 entspricht (Zahlenwerte von FOCUS Online).

Die vorausberechnete Zahl der Zwangsversteigerungen für 2012 sieht sogar noch wesentlich besser aus: Prognostiziert werden für dieses Jahr nur noch rund 40.000 Zwangsversteigerungen, was einem weiteren Rückgang von fast 20% entsprechen würde. Damit wäre die radikalste Senkung in diesem Bereich seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht.

Doch was ist der Grund für die positive Entwicklung?

Die Gründe für die gute Prognose hinsichtlich der Zwangsversteigerungen sind vielschichtig. Maßgeblich daran beteiligt ist beispielsweise die inzwischen gut erholte Lage auf dem Immobilienmarkt. In den letzten 1-2 Jahren ist die Nachfrage nach Immobilien in Deutschland deutlich gestiegen – ein Trend, der auch in naher Zukunft anhalten wird, wie sich Experten sicher sind.

Ein weiterer Grund, der zur Verringerung der Zwangsversteigerungen in Deutschland seinen Teil beträgt, ist die relativ niedrige Zahl der Arbeitslosen. Immerhin konnte diese Zahl innerhalb der letzten Jahre von zeitweise über fünf Millionen auf weniger als drei Millionen verringert werden. Als Folge davon steigt auch der Wohlstand wieder, so dass sich die Nachfrage nach Immobilien zwangsweise vergrößert.

Einige Experten warnen jedoch vor allzu großer Euphorie. Schuld an der gestiegenen Nachfrage sei auch das derzeit niedrige Zinsniveau bei Immobilienkrediten. Daraus folgt, dass etliche Immobilien vor dem angesetzten Termin zur Zwangsversteigerung noch verkauft werden, was die Statistik zwar nicht grundlegend verfälscht, jedoch ein etwas falsches Bild entstehen lässt. Fazit: Gedämpfte Euphorie ist angesagt!


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