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Wie hoch liegt der Energiebedarf eines Hauses?

Energieausweis
Energieausweis erstellen
© ehuth, pixelio.de

Spätestens wenn die Rechnungen für Heizung und Warmwasser im Briefkasten liegen, fragt sich jeder Immobilienbesitzer fast zwangsläufig, wie hoch denn der Energiebedarf des Hauses eigentlich ist. Die Voraussetzung, um den Energiebedarf eines Hauses selbst zu berechnen ist der Energieausweis. Mit diesem Dokument, das seit 2014 für Neubauten verpflichtend ausgestellt werden muss, werden Wohnhäuser und gewerbliche Immobilen energetisch bewertet. Dies erfolgt auf Grundlage der Energieeinsparverordnung, die im November 2001 erlassen und 2007 neu verfasst wurde.

Ausgestellt werden kann ein Energiepass sowohl nach dem berechneten Energiebedarf als auch nach dem tatsächlich gemessenen Verbrauch. Dabei gelten folgende Vorschriften: Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, für welche der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde, muss seit 1. Oktober ein Energieausweis ausgestellt werden, für den der tatsächliche Bedarf herangezogen wird. Davon ausgenommen sind Immobilien, welche die Vorgaben der Wärmeschutzverordnung 1977 erfüllen oder entsprechend nachgerüstet wurden. Für gewerblich genutzte Immobilien kann sowohl der Energiebedarf oder der entsprechende Verbrauch als Basis herangezogen werden.

Wie wird der Energiebedarf berechnet?

Der Begriff Energiebedarf umschreibt, wie viel Energie ein Gebäude benötigt. Denn Energie wird nicht nur zum Heizen, sondern auch für die Warmwasseraufbereitung, das Kochen und Waschen oder für die Beleuchtung benötigt. Die größte Menge an Energie wird jedoch für Heizung und Warmwasseraufbereitung benötigt.

Bei der Energie, die an einem Gebäude ankommt, spricht man von der Endenergie, die nicht mit dem Nutzenergiebedarf verwechselt werden darf. Der Grund: Bei jedem Vorgang, bei welchem Energie verbraucht wird, kommt es zu Verlusten. Will ein Immobilienbesitzer seinen Nutzenergiebedarf ermitteln, werden diese Verluste von der Endenergie abgezogen. (Quelle: NOAH-HAUS.de)

Bei der sogenannten Primärenergie wiederum handelt es sich um die Energie, die aus den verschiedenen Energieträgern gewonnen wird und dem Verbraucher zur Verfügung steht. Dieser Wert ist insofern wichtig, als er für die Berechnung des Kohlendioxidausstoßes benötigt wird. Unter anderem ist dieser Wert auch wichtig, um den Heizenergiebedarf zu ermitteln. Ist der Endenergiebedarf bekannt lässt sich der Primärenergiebedarf relativ einfach berechnen: Der Endenergiebedarf muss lediglich mit dem Primärenergiefaktor, der bei jeder Energiequelle eine andere Größe hat, multipliziert werden. So liegt der Primärenergiefaktor für Steinkohl, Heizöl und Erdgas bei 1,1, bei Braunkohle bei 1,2, Strom hat einen Wert von 2,4, während der Wert von Holz bei 0,2 liegt. Bei Solarenergie und anderen Umweltenergien liegt der Wert bei 0,0.

Der Heizenergiebedarf

Der Begriff Heizenergiebedarf umschreibt, wie viel Wärmeenergie notwendig ist, um ein Gebäude zu beheizen. Zur Berechnung wird die thermische Leistung in Kilowatt mit der Heizzeit, die in Stunden angegeben wird, multipliziert. Weil der Bedarf in der Heizperiode wesentlich höher liegt als etwa während der Sommermonate, wird für einen Vergleich ein längerer Zeitraum – meist liegt dieser bei einem Jahr – herangezogen.

Mit dem Heizenergiebedarf lässt sich ferner ermitteln, wie hoch der Heizwärmebearf je Quadratmeter ist. Ein pauschaler Richtwert lässt sich allerdings nicht angeben, weil der Heizwärmebedarf von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich ist. Zu den Faktoren, die den Wert beeinflussen, gehören etwa die Beschaffenheit von Wänden und Mauerwerk.

Das Energiesparhaus – hier wird am wenigsten Energie gebraucht

Bauherren, die ihren Energieverbrauch langfristig möglichst niedrig halten wollen, entscheiden sich oft für ein sogenanntes Energiesparhaus. Hierbei handelt es sich um Gebäude, deren Energieverbrauch niedriger ist als bei einer konventionell gebauten Immobilie. Für die verschiedenen Formen von Energiesparhäusern gelten unterschiedliche gesetzliche Vorgaben, die je nach Bauform des Gebäudes erheblich voneinander abweichen können.

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September 2017


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